OECD-Daten zeigen: Öffentliche Krankenversicherungen sind günstiger als private.

Von den Gegnern der öffentlichen Krankenkasse wird immer wieder die Verschuldung des Deutschen, Französischen oder Italienischen Gesundheitswesen als Argument dafür verwendet, dass eine öffentliche Krankenversicherung zusätzliche Kosten verursachen würde. Dabei geht aber vergessen, dass der Grund für die Verschuldung nicht bei allfällig höheren Kosten zu suchen ist. Die Verschuldung entsteht, da in diesen Länder die Prämien (bzw. der Anteil des Gesundheitswesen am Staatshaushalt) aus politischen Gründen nicht ausreichend an die steigenden Gesundheitskosten angepasst werden. Dieser Prozess ist in der Schweiz schon heute staatlich kontrolliert. Es besteht deshalb kein Grund zur Annahme, dass die Anpassung der Prämien an die Gesundheitskosten plötzlich nicht mehr funktionieren sollte, nur weil die obligatorische Krankenkasse nun von der öffentlichen Hand angeboten wird.

Betrachtet man die Daten der OECD (unter anderem diese Excel-Tabelle) so wird klar, dass in vielen mit der Schweiz vergleichbaren Ländern das öffentliche Gesundheitssystem massiv günstiger ist, als das Schweizer Gesundheitssystem oder andere private Gesundheitssysteme (z.B. das der Niederlande oder der USA).

Unten habe ich aus der oben angegebenen Tabelle die Gesamtwirtschaftlichen Kosten (Summe aus privat und öffentlich getragenen Kosten) einiger Länder herausgesucht:

Private Krankenversicherungen:

  • Schweiz: 11.4% des BIP
  • Niederlande: 12% des BIP
  • USA: 17.4% des BIP

Öffentliche Krankenversicherungen:

  • Luxemburg: 7.8% des BIP
  • Norwegen: 9.6% des BIP
  • Grossbritannien: 9.8% des BIP
  • Schweden: 10.0% des BIP

Diese Daten zeigen klar, dass mit einer öffentlichen Krankenkasse massiv Geld gespart werden kann. Deshalb: Stimmen wir am 28. September JA zur öffentlichen Krankenkasse.

23 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Staat»

zurück zum Seitenanfang