„Opening for Singaporeans only“

„Singapur ist seit jeher ein Einwanderungsland. Wie auch in der Schweiz, hat die anhaltend hohe Zuwanderung im asiatischen Stadtstaat eine gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Seit 2011 wird nun der Zustrom ausländischer Arbeitskräfte – vor allem mit niedrigem Bildungsniveau – mit verschiedenen Massnahmen eingeschränkt: Die Abgaben für niedrig qualifizierte Arbeitskräfte wurden erhöht und die Ausländerquoten für die einzelnen Unternehmen verschärft. Zudem wurde ein Inländervorrang eingeführt – so heisst es bei vielen Stellenausschreibungen heute „opening for Singaporeans only“.

Durch die künstliche Verknappung billiger ausländischer Arbeitskräfte erhofft man sich, dass die Löhne für niedrig qualifizierte Arbeiten steigen. Dadurch sollen Jobs attraktiver werden, die die heimische Bevölkerung bis anhin gemieden hat. Der Preis für diese Strategie, eine Drosselung des Wachstums, ist man in Singapur bereit, In Kauf zu nehmen. Längerfristig – so die Argumentation der Regierung – wird jedoch erwartet, dass eine gewisse Verschiebung von niedrig- zu hochqualifizierter Arbeit stattfindet, also Produktivitätsfortschritte realisiert werden können.“ (avenir suisse: Singapur, „Opening for Singaporeans only“, S. 9, August 2014)

… und in der Schweiz machen wir um die ECOPOP-Initiative ein Riesengeschrei: Kleinkariert und lächerlich!

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