Nein zur Entblössung der kommunalen und kantonalen Amtsträger des Kantons Aargau

Ist das Einkommen und Vermögen ausschlaggebend, um einer Kandidatin oder einem Kandidaten eines kommunalen oder kantonalen Amtes die Stimme zu geben? Ist es nicht wichtiger, dass die Kandidierenden Kompetenz, Freude und Zeit für ein Amt mitbringen? Eine Annahme der Juso-Initiative wäre der Startschuss für den Untergang des erfolgreichen Milizsystems und deshalb lehne ich sie entschieden ab.

Bei einer Annahme der Initiative müssen nämlich alle Personen, die für ein öffentliches Amt kandidieren ihr Einkommen und Vermögen offen legen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Kandidatur für die Schulpflege, die Finanz- oder Steuerkommission, den Gemeinderat oder den Grossen Rat handelt. Die Offenlegung ist also bereits Pflicht, auch wenn die Wahl noch nicht entschieden ist! Dies würde die ohnehin schon schwierige Suche nach Amtsträgern massiv erschweren mit der Konsequenz, dass sich gutverdienende Personen aus Schutz der Privatsphäre nicht mehr zur Wahl stellen. Damit wäre der Grundstein für das Ende des Milizsystems gelegt.

Aus diesen Gründen Nein zur Initiative und damit Ja zum Milizsystem.

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