Am 29.8.2014 präsentierte sich ein neuer Förderverein für ein Hallenband in Thun - alles nur Wahlwerbung?

Keine neue Idee und keine Finanzierungsvorschläge. Es riecht wahnsinnig nach Wahlwerbung. Damit ein Hallenbadprojekt überhaupt finanzierbar wäre, müsste man Rahmenbedingungen schaffen. Zum Beispiel als Mantelnutzung Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten oder ein Hotel. Nicht fehlen dürfen viele Parkplätze und keine Beschränkungen bei den Fahrtenkontingenten. Alles Punkte, welche für einen der Initianten normalerweise keine Optionen sind.

Peter Stutz und sein neuer Förderverein will ein Hallenbad in Thun und droht bereits mit einem Referendum. Ehrlich gesagt: Ich würde sogar ein "JA" in die Urne legen, wenn es um eine Einzonung geht. Doch ist ein solches Projekt mit hohen Kosten und einschneidenden Rahmenbedingungen gebunden. Ein Hallenbad alleine kann kaum rentabel betrieben werden. Heimberg und Oberhofen kämpfen jährlich mit dem finanziellen Ergebnis. Die beiden Hallenbäder sind sogar verkehrstechnisch gut gelegen.
Was es braucht sind Mantelnutzungen. wie es zum Beispiel der Säntispark in Abtwil bei St. Gallen zur Verfügung hat. Ein Einkaufs- und Freizeiterlebnis für einen grossen Umkreis. Dafür braucht es Platz und genügend Parkierungsmöglichkeiten, damit die Touristen als Schlechtwetterprogramm das Gesamtangebot nutzen können. Das Ziel müsste sein, dass das ganze Berner Oberland angesprochen wird. Mit nur einem Hallenbad, kann man sogar in Aeschi oder in Interlaken bleiben. Doch dies würde natürlich zu grossem Mehrverkehr führen.

Der Initiant Peter Stutz hat sich bisher immer gegen Projekte ausgesprochen - oder zu minderst gerade bei den Fahrtenkontingenten und Parkplätze grosse Einschränkungen gefordert. Auch müsste man den grossen Energiebedarf durch eine Nutzniessung decken können. Von Initianten mit einem solchem Medienbedürfniss erwarte ich zumindest Projektideen, welche ein Projekt zu mehr als 50% schon finanziert hat - vor allem, wenn man noch mit politischen Konsequenzen droht.

Deshalb ist für mich das ganze Projekt dieser Fördergemeinschaft als Wahlwerbung abzubuchen. Ich hoffe, ich werde eines Besseren belehrt. Für Thun wäre es ein Gewinn.

Zeitungsbericht u.a. mit folgendem Link auffindbar:
http://www.reinhard-carlos.ch/de/News--Themen/News/Newsmeldung?newsid=236

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