Krankenkassen-Prämien ohne Not befeuern?

Die Krankenkassenprämien steigen seit Jahren, vor allem wegen der Überalterung der Gesellschaft und der zunehmenden Nachfrage der Patienten. Leider auch für Luxusanliegen. Will man das Prämienwachstum noch mehr befeuern, dann sollte man die Einheitskrankenkasse glühend befürworten. Das letzte Bisschen an verbliebenem Wettbewerb würde dann ausgeschaltet und für ihre Marktnähe bekannte Beamte übernähmen das Zepter. Diese würden dann die Kassen nur noch verwalten, ohne Kreativität, Kostenbewusstsein oder Innovationsdenken. Der Patient würde unweigerlich zum Bittsteller.

Um den damit einhergehenden stark steigenden Kosten zu begegnen, wird dann bald der Steuerzahler noch mehr in die Pflicht genommen, denn der Prämienzahler aus dem Mittelstand kann es sich nicht mehr leisten. Für die Leistungserbringer (Aerzte, Spitäler, etc.) wird es auch angenehmer, denn die Missbrauchskontrollen werden lascher und wirkungsloser. Alles wird anonymer und alle werden die Kuh melken, denn zahlen wird ja die Allgemeinheit. Die Eiterbeule wird am Ende platzen wie der Portemonnaie-Inhalt des Steuerzahlers schrumpfen wird. All das tönt wie eine unheilige Allianz aus Zentralisierung, Umverteilung und Kommunismus und ich bin überzeugt, dass es auch genau das ist. Der Verlierer ist der Patient, sagen wir deshalb Nein zur Einheitskrankenkasse!

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