Eine E-Mail aus Russland Entlang der ukrainischen Grenze, an der schmalsten Stelle ist die Grenze ca 40 km entfernt, sieht man kein Militär

danke für Deine Mail. Wir sind inzwischen tief in Russland, ca. 200 km nördlich von Sotschi am Meer. Heute machen wir einen Tag Pause, es ist schon sehr weit und wir müssen sehr viel fahren, obwohl wir - entgegen unserer ursprünglichen Absicht - den direkten Weg, die Rostov-Don-Magistrale M 4, nach Süden gefahren sind. Entlang der ukrainischen Grenze, an der schmalsten Stelle ist die Grenze ca 40 km entfernt, sieht man weder Militär noch entsprechende Militärlaster, noch vermehrt Polizei. Auf der gesamten Strecke wurden wir nicht ein einziges Mal kontrolliert.

Wenn man es nicht wüsste, käme man nicht auf die Idee, dass jenseits der Grenze Bürgerkrieg herrscht. Auf der M 4 ist extrem viel Urlaubs-Verkehr nach Süden. Vor Ort sieht also alles ganz anders aus, westliche Politik und Presse sind leider noch einseitiger und lügnerischer als gedacht. "Was haben wir getan?" fragen die Leute hier. Diese Frage können wir umgekehrt stellen: was hat uns Russland getan? Na, wir wollen nicht wieder davon anfangen, es ist zu traurig.

Morgen wollen wir mit der Fähre auf die Krim fahren, wenn die Wartezeit nicht zu lange ist. Hier in Gelendschik ist es zwar auch schön, aber heiß und sehr schwül. Das Klima in Jalta ist schon besser.

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