Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben?

Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben? Finde ich eine gute Frage von Herrn Vogt. Man darf durchaus aus der Vergangenheit lernen. Deshalb hier ein paar Links zu Faziten und Erkenntnissen.

Was mir auffällt:

  • Die Prognosen waren überzogen.
  • Seriöse Wissenschaftler waren damals im Allgemeinen zurückhaltender als die Medien & Politiker. Sie hatten wohl die realistischste Einschätzung.
  • Es wurden politische Massnahmen eingeleitet, die eindeutig zu einer Verbesserung der Luftqualität führten. Der Ausstoss von Schwefeldioxid, das man massgeblich für die Waldschäden verantwortlich machte, ging von etwa 350.000 Tonnen im Jahr 1980 auf 25.600 Tonnen im Jahr 2007 zurück.

Heute sagen die einen, es war alles nur Panikmache, der Wald ist immer noch da. Andere sagen, weil wir Massnahmen ergriffen, ist der Wald noch da. Und eine dritte Fraktion hält nichts von Entwarnung:

Während die Situation in den Baumkronen vielleicht den Eindruck erweckt, das System sei auf dem Weg der Besserung – oder zumindest nicht mehr auf dem Abstieg –, spricht der Boden eine ganz andere Sprache. Wissenschaftler verschiedener Universitäten weisen auf abnehmende Nährstoffgehalte und damit Versauerung der Standorte hin, die sich nachweislich auch im Grundwasser – und damit im Trinkwasser und den Bächen jener Gebiete – wiederfindet.

Wie ist Ihre Einschätzung? Was können wir daraus lernen?

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