Die Einheitskasse wäre schlimmer als die SRG

Die Grundversicherung soll künftig laut Anliegen der SP, den Grünen sowie Patienten- und Konsumentenorganisationen verstaatlicht, sprich von einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung geführt werden. Wer für den Wettbewerb und eine freie Marktwirtschaft ist, lehnt am 28. September die Initiative für eine «öffentliche Krankenkasse» ab.

Als freiheitsliebenden Menschen sehe ich mich verpflichtet, gegen unnötige Staatsbevormundungen einzustehen. Auch in diesem Fall. Weshalb etwas ändern, Umstellungskosten von rund 2 Milliarden Franken einfach so durchwinken, wenn das jetzige System, im internationalen Vergleich gesehen, sehr gut abschneidet? Bei der Einheitskasse ist die Wahlfreiheit nicht mehr gewährleistet. Jedermann muss bei ihr versichert sein. Wenn einem die Prämien zu hoch sind, die Beratung zu unfreundlich, die Wartezeiten zu lang - ein Wechsel zu einer anderen Krankenkasse ist ausgeschlossen. Man ist dem Staat schonungslos ausgeliefert. Heute haben wir zum Glück die Situation, dass Krankenkassen durch den Konkurrenzdruck die Prämien einigermassen tief halten müssen. Sind die Prämien bei einer Kasse zu hoch, wird sie von der Konkurrenz ausgestochen.

Gerne vergleiche ich die Einheitskasse mit der gebührenfinanzierten SRG. Die SRG ist ein privat organisierter Verein mit öffentlichem Auftrag. Sie wird mittels Billag-Gebühren finanziert. Jedermann, egal ob er ein Fernseh- oder Radiogerät besitzt, wird gezwungen, jährlich Fr. 462.40 einzuzahlen. Ein kleiner Vorteil ist, dass wenn man sich am Montag Abend nicht «1 gegen 100» auf «SRF 1», sondern «Monk» auf «Super RTL» anschauen will, man einfach umschalten kann. Gebühren bezahlt man natürlich trotzdem. Bei der Einheitskasse gibt es diese eingeschränkte Wahlfreiheit nicht.

Nein zu noch mehr Staat, zu Wahlfreiheitsverlust, zu Bevormundung und Abhängigkeit. Nein zur Einheitskasse.

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