Der politisch korrekte Gutmensch

Der Gut­mensch ist keine Er­fin­dung der 90er Jah­re. Be­reits im 19. Jahr­hun­dert machte Oscar Wilde die fol­gende Aussage:

"Gutmenschen​​​ sind ein Fluch. Auch sie tun gute Ta­ten. Aber sie tun es auf eine Wei­se, die ihre Mit­welt manch­mal schier um den Ver­stand bringt."
Oscar Wilde, *1854 †1900, irischer Schriftsteller

http://​​​www.poeteus.de/zita​t​/​Gutmenschen-sind-​ei​n-​Fluch-Auch-sie-​tun​-gu​te-Taten-Aber​-sie​-tun​-es-auf-ein​e-Wei​se-di​e-ihre-Mi​twelt-​manchm​al-schi​er-um-d​en-Ver/​454

Gu​tmensche​n betreiben oft Politik und sind im linken Spektrum anzutreffen. Leider merken Sie nicht, dass gut gemeint nicht gut gemacht ist. Deshalb kollidieren Ihre Wertvorstellungen auch immer wieder mit der Realität. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass in den letzten 20 Jahren sämtliche Initiativen von linker Seite am Souverän, dem Volk, gescheitert sind.

Das letzte gescheiterte Projekt war die Mindestlohn-Initiativ​​​e mit welcher die Linken totalen Schiffbruch erlitten haben. Gerade mal 23.40% konnten sich für Ihr Anliegen erwärmen und stimmten zu.

Seit 1995 scheiterten sämtliche Volksinitiativen mit linken Kernanliegen (Zustimmung in %):

1995 Ausbau AHV/IV - 27.60%
1998 Gegen die Erhöhung des Rentenalters - 41.50%
2000 Flexibles Rentenalter 62 - 46.00%
2001 Kapitalgewinnsteuer - 34.10%
2002 Kürzere Arbeitszeit - 25.40
2002 Goldreserven in die AHV - 46.40%
2003 Gesundheitsinitiative​​​ - 27.10%
2006 Nationalbankgewinne für die AHV - 41.70%
2007 Einheitskrankenkasse - 28.80%
2008 Flexibles AHV-Alter - 41.40%
2010 Gegen Steuerwettbewerb - 41.50%
2012 Sechs Wochen Ferien - 33.50%
2013 1:12 Initiative - 34.70%
2014 Mindestlohn - 23.40%

http://bazonlin​​​e.ch/schweiz/standa​r​d​/Das-Problem-der-​Li​nk​en/story/204443​88

E​rst​aunlich ist, dass trotz der teils haushochen Niederlagen, ein unbändiger Wille besteht, weiterhin am Volk vorbei zu politisieren. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die nächsten Initiativen bereits in der Pipeline respektive zur Abstimmung bereit sind:

  • Mindestlohninitiative​​​, 28.09.14
  • Bedingungsloses Grundeinkommen, voraussichtlich 2015

Auch der neue Fahrplan der SP welcher einen EU-Beitritt der Schweiz vorsieht macht jeden normal, rational und vor allem wirtschaftlich und souverän denkenden Menschen in der Schweiz fassungslos.

http://www.sp-ps.ch/g​​​er/Medien/Pressedie​n​s​t/2010/EU-Beitrit​t-​th​ematisieren

Dabe​i werden Ausdrücke wie "keine Denkverbote", "auf lange Sicht der beste Weg" und "Es braucht eine Diskussion" verwendet. Gerade in der heutigen Zeit ist wohl einer überwiegenden Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer kaum etwas fremder als ein EU-Beitritt.

Selbst das institutionelle Rahmenabkommen welches nicht sehr erstaunlich von unserer Landesregierung wohl abgesegnet wird, kann kaum mehrheitsfähig sein. Offenbar möchte der Bundesrat auf's Ganze und riskiert dabei ganz klar die bilateralen Abkommen.

Zurück zu den Gutmenschen. Auf BR Sommaruga trifft der Ausdruck zu wie die Faust auf's Auge. Sie lebt in einer Welt mit rosa Wolken die mit der Realität nicht viel zu tun haben. Im unbändigen und egoistischen Willen, seine Welt auf alle übertragen zu wollen schadet der Gutmensch der Gesellschaft als Ganzes.

Zitat:

«Ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt zum Bösen in Menschengestalt erklären. Gutmenschen verhalten sich dabei wie die Gefolgsleute von Führern wie Hitler oder Stalin, nur daß sie nicht einer einzigen Person hinterherlaufen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben. Gutmenschen sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen alle den Idealen ihrer fixen Idee, welche sie als ihre eigene Meinung ausgeben. Wenn Gutmenschen die Möglichkeit erhalten, sind sie gegenüber ihren Gegnern weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen.»

Quelle​​: The Liberal Mind: The Psychological Causes of Political Madness. (Das Liberale Gemüt: Die Psychologischen Ursachen für Politischen Wahnsinn)
Amerikanischer Psychiater: "Gutmenschen klinisch geisteskrank", 16. September 2009

Käuflich zu erwerben unter: http://www.amazon.com/The-Liberal-Mind-Psychological-Political/dp/0977956318

Dabei verstecken sich Gutmenschen in diversen Welten und akzeptieren kaum andere Meinungen, da sich die Welt in Ihren Köpfen abspielt. Es wird nichts mehr differenziert und alles vereinheitlicht.
​​
​Zitat: ​

«Der Gutmenschenkrieg gegen Diskriminierungen ist längst ein Krieg gegen den gesunden Menschen­verstand geworden. Arbeitgeber dürfen nicht mehr anstellen, wen sie wollen. Vermieter dürfen nicht mehr vermieten, an wen sie wollen. Man macht es den Eltern schwer, ihre Kinder auf gute Schulen zu schicken. Lehrer können schlechte und bösartige Schüler nicht mehr loswerden. Das sind die bekanntesten Praktiken der erzwungenen Integration. Sie schließt die Augen vor realen Leistungs­differenzen​​​ und Qualitäts­unterschied​​​en. Und vor dem Bösen.» - Norbert Bolz

​In einem Buch sind interessante Ansätze über das Verhalten von Gutmenschen nachzulesen:

"Zwische​​​n Gut gemeint und gut gemacht ist die Kluft, die der Gutmensch nicht zu überbrücken weiß. Kämpferisch und mit aller Gewalt will er den Frieden und das Heil bringen. Will man nicht, so muss er sich härtere Methoden ausdenken, sich der Bürde seines zwanghaften Gutseinmüssens zu entledigen. Irgendwo muss doch einer stecken, der ihn braucht und den er retten muss. Das ist seine Aufgabe im Leben, die er sich von niemandem nehmen lässt. Die Faktenlage kann er dabei gern geflissentlich übersehen. Er hat sein eigenes Bild vom Ereignis und der Not, die er allerorten durch die eigene Brille sieht."

Quelle: Zitat - http://www.gutzitiert.de/gedankensplitter_gutsein-gutmensch-gz96.html

Ein amerikani​​​scher Psychiater kommt sogar zu folgendem Schluss: "Gutmenschen klinisc​​​h geisteskrank" und thematisiert dabei auch die psychologischen Usachen für den politischen Wahnsin von Gutmenschen.

Weiter stellt er folgendes fest:

“Die Wurzeln des Gutmenschentums -und der damit verbundene Wahnsinn- kann deutlich an der Entwicklung des Kindes vom Säugling bis zum Erwachsenen nachvollzogen werden und wie eine verquere Entwicklung die unvernünftigen Denkweisen des Gutmenschen produzieren. Wenn der moderne Gutmensch über imaginäre Opfer heult, Wut gegen imaginäre Bösewichte aufstaut und vor allen Dingen, wenn er das Leben von Menschen bestimmen will, die sehr wohl kompetent sind ihr eigenens Handeln zu bestimmen, dann wird die Neurose des Gutmenschen schmerzlich sichtbar.”

http://www.amazon.com/The-Liberal-Mind-Psychological-Political/dp/0977956318

An​gesichts dieser Feststellungen und Tatsachen muss ich leider feststellen, dass uns doch ein Grossteil der linken Politik kein Stück vorwärts, dafür ein massives Stück in die Vergangenheit katapultieren will.

In eine Welt wo die gegenwärtigen Probleme teils noch nicht so offensichtlich waren und erst durch die Auswüchse der fatalen, linken Politik ab den 90er-Jahren entstanden

Selbstverständlich ist nicht jeder Genosse zwangsläufig auch dem Gutmenschentum verfallen. Leider haben aber die moderaten und liberalen Kreise der SP in der Basis kein Gehör mehr.

Neuerdings drücken die linksextremen Haudegen wie Wermuth, Fehr, Nussbaumer, etc. der Basis den Stempel auf. Es ist klar, dass mit diesen weltfremden und irritierenden Politiker/Innen keine Kompromisse gefunden werden können.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/Polizei-ermittelt-gegen-SPVize-Cdric-Wermuth/story/28696549

http://www.tageswoche.ch/de/2013_27/schweiz/557036/

Dieser Ignoranz haben es die Genossen zu verdanken, dass die SP als wählerstärkste Partei abgelöst wurde.

Die Schweiz braucht handlungsfähige, bürgerliche Politker und Politikerinnen die sich der Gegenwart und den realen Problemen stellen, zu​​​kunftsgerichtet politisieren und keine Welt stigmatisieren die nicht existiert.

Notabene keine Gutmenschen die keine Probleme an sich heran- und damit in Ihre Welt hineinlassen.

Eine nächste Chance bietet sich bei den National- und Ständeratswahlen 2015.

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