Kauf dich frei und welche "Schweizer" Bank ist die nächste?

Bis zum nächsten potentiellen Skandal scheint die CS nun zumindest in den USA aus dem Schneider zu sein. Die Credit Suisse hat sich mit Milliarden freigekauft. Bleibt die Frage, welche Bank das nächste „Opfer“ der Amerikaner wird. Das „Rechtssystem“ der USA ist für einen demokratischen Staat teilweise schon sehr gewöhnungsbedürftig und mündet eher im Recht des Stärkeren, denn in einem fairen Prozess. Am Anfang aber steht das Fehlverhalten einer „Schweizer“ Grossbank, die zwar Suisse im Namen trägt, aber sonst nicht mehr sehr viel mit der Schweiz gemein hat. Spannend ist jetzt zu sehen, wie viel Verantwortung, die hochbezahlten Topmanager tatsächlich wahrnehmen. Sowohl Brady Dougan wie auch Urs Rohner tragen die oberste Verantwortung für die Verfehlungen, auch wenn diese nicht direkt durch sie begangen worden sind.

Auch der CS Fisch stinkt vom Kopf her. Bleibt die Frage, ob es ausreicht, einfach ein paar Köpfe im Topmanagement zu tauschen, um die grundlegenden Werte eines Finanzinstitutes zum Besseren zu verändern. Schliesslich steht die CS im globalen Wettbewerb mit anderen Grossbanken, die bisher ebenfalls nicht den Anschein erweckt haben, viel aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben.

Am wichtigsten ist jetzt, dass die Schweiz als Staat nicht mehr in Geiselhaft für hiesige privatrechtliche Unternehmen genommen werden kann. Darum ist politisch ein System zu schaffen, dass auch Grossbanken nach marktwirtschaftlichen Regeln behandelt werden und keine faktische Staatsgarantie mehr besitzen.

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