NEIN zum Bundesbeschluss – keine Umkrempelung unseres Gesundheitswesens!

Die Schweiz hat laut der WHO Gesamtbewertung hinter Japan das zweitbeste Gesundheitswesen der Welt. Trotzdem möchte der Bundesrat den ominösen Begriff „ausreichende medizinische Grundversorgung“ in die Bundesverfassung einführen, um unser Gesundheitswesen total umkrempeln zu können, in dem nach dem Vorbild angelsächsischer und skandinavischer Länder als skandalträchtig bekannte „neue Versorgungsmodelle“ (Gate-Keeper-Modell usw.) eingeführt würden.

Dabei soll nichtärztliches und nichtmedizinsches Gesundheitspersonal in grösserem Rahmen ärztliche Behandlungen (Triage, Diagnose, Therapie, Medikamenteverschreibung, Call-Center, Telemedizin usw.) anstelle des Hausarztes übernehmen. Dieses Personal wird in den USA hauptsächlich eingesetzt, um Kosten zu sparen, da ihre Gehälter wegen ihrer schlechteren Ausbildung geringer sind als die Honorare der Ärzte.

Diese Versorgungsmodelle haben in den USA zu einem dramatischen Rückgang der Ärzte geführt: Pro 10 000 Einwohner gibt es nur noch 26 Ärzte gegenüber 40 in der Schweiz. Wegen fehlenden Kompetenzen beim Gesundheitspersonal werden Fälle verschleppt und unzureichend behandelt, es erfolgt keine genaue Untersuchung und Diagnosestellung oder erst verspätet. Eine der Folgen ist, dass die USA bei der Lebenserwartung nur noch den 27. Platz belegt. Obwohl diese Versorgungsmodelle als „effizient“ gelobt werden, hat die USA mit 17.4 % vom BIP (Schweiz 11.4 %) die mit Abstand höchsten Gesundheitskosten auf der OECD-Weltrangliste, bei der Kosteneffizienz liegt sie sogar auf dem 72. Platz (!).

Wer weiterhin die gute und vertrauensvolle Betreuung durch den Hausarzt erhalten möchte, stimmt NEIN zum umstrittenen Bundesbeschluss „medizinische Grundversorgung“. Der künstlich herbeigeführte Ärztemangel kann mit der Aufhebung des Numerus clausus behoben werden.

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