Das Schweizer Volk wird über den Tisch gezogen - weder Hausarztmedizin noch medizinische Grundversorgung sind definierte Begriffe!

Auf ein Wort zum Thema Bundesbeschluss zur medizinischen Grundversorgung.

BR Widmer-Schlumpf meint dazu:

" Der neue Verfassungsartikel ermöglicht Bund und Kantonen ihre Bemühungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu vereinen."

-> Zwischenfrage meinerseits: "War dies bis jetzt verboten?"
Frau BR Widmer-Schlumpf lässt diesen Satz nach der Erklärung weshalb in ländlichen Gegenden immer mehr Arztpraxen verschwinden und dass immer mehr ältere Menschen an chronischen Krankheiten und Demenz leiden - und deshalb gepflegt werden müssen - verlauten. - Zumindest kennen wir jetzt die vermeintlichen Verursacher des Problems...?

Der zweite Schlüsselbegriff ist meines Erachtens

"Die Sicherstellung der Versorgungsqualität durch die Gewährleistung einer angemessenen Aus- und Weiterbildung für die im Gesundheitswesen tätigen Fachleute."

Weiter spricht sie von Gesundheitsfachleuten und nicht mehr von Ärzten. Wer genau hinhört und bewusst auf die Wortwahl von BR Widmer-Schlumpf achtet, wird feststellen, dass sie die Wahrheit von sich gibt. Da jedoch das Volk davon ausgeht, dass die Ärzteschaft gestärkt wird, ist dies eine absichtliche Täuschung des Volkes.

Im weiteren Verlauf der Kurzrede meint Frau BR Widmer-Schlumpf, dass die Verbesserung der Hausarztmedizin keine nachteiligen Folgen für die Gesundheitskosten haben dürfe.
*Das kennen wir bereits und das kann ich guten Gewissens unkommentiert lassen. Die Zahlen der letzten Jahre sind selbstsprechend.
*

Das 4 Minuten Statement der Bundesrätin findest Du hier: http://www.bk.admin.ch/themen/pore/va/20140518/index.html?lang=de
Wenden wir uns nun dem neuen Artikel in der Bundesverfassung zu

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 117a (neu) Medizinische Grundversorgung

1 Bund und Kantone sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität. Sie anerkennen und fördern die Hausarztmedizin als einen wesentlichen Bestandteil dieser Grundversorgung.
2 Der Bund erlässt Vorschriften über:
a. die Aus- und Weiterbildung für Berufe der medizinischen Grundversorgung und über die Anforderungen zur Ausübung dieser Berufe;
b. die angemessene Abgeltung der Leistungen der Hausarztmedizin.

Dieser Gesetzestext ist ein Freibrief an BR Berset und Gefolge, die gesamte medizinische Versorgung des Landes umzustellen, ohne das das Volk etwas dazu zu sagen hätte. Es ist weder definiert, dass die medizinische Versorgung von Ärzten sichergestellt wird ( was aus meiner Sicht auf zu einer eklatanten Gesundung des Volkes führen kann) und vor allem ist der Begriff "Hausarztmedizin" so wenig definiert wie die Aussage "medizinische Grundversorgung". Undefinierte Begriffe gehören auch heute nicht in unsere Bundesverfassung!
Wie wir bereits aus dem rEPG - Debakel wissen, geht es BR Berset und dem BAG vor allem um die Übernahme von Vorgehensweisen und Ansichten der WHO - ein Schelm wer böses denkt!

Liebe Schweizer, ihr könnt gar nicht wissen, zu was ihr hier JA? sagen sollt - also bitte sagt am 18. Mai einfach NEIN dazu und lasst den Bundesrat wissen, dass das Volk daran ist, aufzuwachen!

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