Nein zur Beschneidung der Verhältnismässigkeit der Rechtsprechung in unserem Land

Ich glaube wir alle sind uns einig darin, dass Kinder vor Pädokriminellen geschützt werden müssen. Auch waren wir uns einig, dass extrem Gefährliche Verbrecher zum Schutz der Gesellschaft möglichst schwer wieder auf freien Fuss gesetzt werden dürfen. Aber leider hat die Verwahrungsinitiative genau zum Gegenteil geführt, Frau Chaaban hat es gestern in der Arena eigentlich selber zugegeben. Seit der Annahme und noch vor der eigentlichen Umsetzung der Initiative werden schon weniger Urteile mit Verwahrungen ausgesprochen als vorher.
Mit solchen Rundumschlag-Initiativen, die unsere Richter dazu verdonneren, entweder gar nicht zu verurteilen oder aber damit leben zu müssen, einen Menschen lebenslänglich zu Verwahren oder ihm ein Berufsverbot aufzuerlegen, obwohl er eventuell gar kein Pädokrimineller ist, behindern unsere Rechtsprechung und erreichen am Ende das Gegenteil von dem, was eigentlich das Ziel war.
Wir werden bei einer Annahme der Initiative erleben müssen, dass es weniger Verurteilungen gibt im Bereich sexuelle Handlungen mit Kindern, da sich der Richter bei jedem Fall bewusst ist, dass eine Verurteilung der Person es ihr automatisch verunmöglicht, jemals wieder mit Kindern zu arbeiten, auch wenn es sich nur um einen Bagatellfall handelt. Somit werden mehr Menschen mit pädophilen Neigungen aus dem Radar fallen, da sie gar nicht erst verurteilt werden, auch nicht zu einer Therapie. In der Folge hätte die Initiative genau das Gegenteil bewirkt und die Situation für Kinder noch verschlechtert.

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