Ehe stärken, nicht abwerten!

Gemäss Medienberichten hat das Justizdepartement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein Gutachten erstellen lassen, das Empfehlungen für eine Neuausrichtungen des geltenden Familienrechts dienen soll. Dieser Bericht einer Basler Professorin soll offenbar radikale Vorschläge erhalten, beispielsweise polygame Ehen oder Ehen unter Halbgeschwistern. Dagegen soll die traditionelle Ehe rechtlich und gesellschaftlich abgewertet werden. Der Familienpartei CVP liegt dieser Bericht bis jetzt nicht vor. Wir können darum nur zu den Medienbeiträgen Stellung nehmen.
 
Wir machen uns für eine kohärente und zukunftsgerichtete Familienpolitik stark. Wir erkennen die Familie als eine unersetzbare und im Wesen des Menschen liegende soziale Institution an. Die Familie ist als Erste für die Erziehung und das Wohlergehen der Kinder verantwortlich. Die CVP will das privilegierte Umfeld, wo die grundlegenden Werte des sozialen Lebens ausgetauscht, geteilt und vermittelt werden, bewahren.
 
Wir unterstützen die Wahlfreiheit betreffend Erwerbstätigkeit und Kindererziehung innerhalb der Familie. Grundsätzlich wissen die Familien am besten, welche Lebensform für sie die geeignetste ist. Die CVP stellt darum auch nicht grundsätzlich die Familienform, sondern das Wohl der Kinder ins Zentrum ihrer Politik. Aber die CVP hält an den Werten der traditionellen Ehe fest. Wir verlangen, dass die Nachteile der Ehe endlich abgeschafft werden, anstatt dass krampfhaft neue Definitionen für das Zusammenleben gesucht werden. 
 
Es braucht jetzt dringend die von uns geforderte und längst fällige steuerliche Entlastung der Ehe durch die Abschaffung der diskriminierenden Heiratsstrafe, wodurch auch die eingetragenen Partnerschaften profitieren. Es braucht eine Entlastung durch die sofortige Befreiung der Kinder- und Ausbildungszulagen von den Steuern und es braucht vor allem ein klares Bekenntnis von der Politik zur traditionellen Lebensweise in der Schweiz. Eine Abwertung der Ehe werden wir nicht akzeptieren, sondern mit allen Mitteln bekämpfen. 
 
Die CVP hat vor bald 10 Jahren das Partnerschaftsgesetz zusammen mit ihrer damaligen Bundesrätin Ruth Metzler geschaffen, um eingetragenen Partnerschaften ausserhalb der Ehe jenen gesellschaftlichen und rechtlichen Stellenwert zu geben, den sie verdienen. Dieser Weg ist konsequent weiter zu verfolgen. Dabei schliessen wir nicht aus, dass man das Partnerschaftsgesetz revidieren kann, aber die Ehe bleibt unangetastet was sie ist und wie sie bereit heute verfassungsmässig garantiert ist.
 
Es braucht gerade in der heutigen Zeit ein starkes Zeichen für die Familie und für die Ehe. 

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