Sorge tragen zu den Unternehmungen – Ja zur Kirchensteuerinitiative

Um die 100 Millionen Franken Steuergelder fliessen jährlich von den juristischen Personen hinein in die Kassen der Landeskirchen. Am 18. Mai 2014 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Zürich die Möglichkeit, die juristischen Personen von der Kirchensteuer zu befreien.

Mit dem heutigen System haben die Unternehmungen kein Wahlrecht, ob und welche Landeskirche sie unterstützen möchten, sondern werden nach Mitgliederanteil der Landeskirchen aufgeteilt und gezwungen, je nach Verhältnis ihre Steuern einer Landeskirche zuzuweisen. In der Schweiz herrscht nach Art. 15 der Bundesverfassung Glaubens- und Gewissensfreiheit. Es ist richtig, dass juristische Personen keinen Glauben haben können. Es ist jedoch falsch, die Stellung der nicht glaubensfähigen Personen zu missbrauchen, um die „gemeinnützigen Zwecke“ der Kirchen zu finanzieren und benachteiligt nichtreligiöse, gemeinnützige Institutionen.

Ein weiteres Argument für die Annahme der Initiative ist der Mitgliederschwund in den Landeskirchen. Die Kirchenaustritte der beiden grössten Landeskirchen betragen jährlich beinahe 1%. Mit jedem austretenden Mitglied sinkt die Legitimation für den Landeskirchenstatus und die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz. Die Initiative bietet den Kirchen einen Anstoss, sich intern zu reformieren und wieder näher an ihre Mitglieder heranzurücken.

Lassen Sie die Unternehmungen entscheiden, in welche gemeinnützigen Zwecke neben der Lehrlingsausbildung, Innovation zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen und deren gleichen sie ihr Geld investieren, stimmen Sie JA zur Kirchensteuer Initiative.

2 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Glaube»

zurück zum Seitenanfang