Nein zur Änderung des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen. Auch finanziell trägt am Schluss der Steuerzahler die Last für die verschärften Sicherheitsmassnahmen

Seit 2007 besteht ein Konkordat, welches Sicherheitsmassnahmen im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen regelt. Diesem Konkordat gehören alle 26 Kantone an. Bei der nun zur Abstimmung stehenden Vorlage handelt es sich um eine Verschärfung des ursprünglichen Konkordats, welcher bereits 18 Kantone zugestimmt haben. Der Kanton Solothurn will nun, obwohl er nicht wirklich betroffen ist (im Kanton Solothurn gibt es ca. 5 Spiele im Jahr, die von diesem Konkordat betroffen sind), aus Solidarität mitziehen. Die Annahme würde dazu führen, dass Spiele der obersten Liga oder andere Hochrisikospiele zukünftig von den betroffenen Gemeinden bewilligt werden müssten. Diese könnten den Vereinen Auflagen stellen, die eingehalten werden müssten. Solche Auflagen könnten dazu führen, dass sich das Hooligan-Problem auch in untere Ligen verschieben könnte. Selbst ein entsprechendes Trainingsspiel müsste bewilligt werden. Am Ende fördert eine solche Verschärfung der Sicherheitsmassen nicht den notwendigen Dialog. Anstelle dass die Vereine die Probleme lösen, würde vermehrt Sicherheitspersonal anwesend sein und weitere Ausschreitungen provozieren. Auch finanziell trägt am Schluss der Steuerzahler die Last für die verschärften Sicherheitsmassnahmen, da die Vereine dazu nicht in der Lage sein werden.

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