Weltklimabericht verheisst nichts gutes

Gemäss gerade veröffentlichtem Weltklimabericht läuft man jetzt - global gesehen - vollständig ins Abseits. Nach Norwegen stehen wir in der Schweiz mit unserem praktisch CO2-freien Strommix allerdings noch immer ziemlich gut da. Uebrigens: Ich frage mich wieviele Leute auf diesem Planeten eigentlich die 2´000 Seiten des ICCP-Berichtes überhaupt lesen. Politiker fallen sicher kaum darunter. Von verstehen soll man lieber gar nicht sprechen.

Interessant sind eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen. Erstens: Wie auch immer gerechnet wurde, es braucht vier mal mehr erneuerbare Energien (Wasserkraft inklusive).

Zweitens: Auch der ICCP kommt zum Schluss dass die im Vergleich mit anderen Energieträgern weitgehend CO2-freie Kernenergie eine auch in Zukunft gangbare Option darstellt. Dies dürfte immerhin bedeuten, dass kommende Abstimmungen zum Ausstieg - vor allem die Ausstiegsinitiative der Grünen - bei uns bachab gehen dürften. Die KKWs Leibstadt und Gösgen werden sicher noch viele Jahre laufen. Dies in ersdter Linie aus reiner Notwendigkeit, weil wir bei den neuen erneuerbaren bereits tief in der Ernüchterungsphase stecken, da wir ja damit kaum vorankommen. Dies wir aber schon lange vorhersehbar und stellt angesichts Föderalismus und üblichem NIMBY-Denken auch überhaupt keine Ueberraschung dar.

Und noch: Alle Medien haben zwar über den Klimabericht berichtet aber einige, beispielsweise Radio SRF, hat die vom ICCP empfohlene nukleare Option doch glatt unterschlagen. Nur Fachleute bemerken dies halt. Dies bezeichne ich Manipulation durch Unterschlagung.

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