Staatsanwaltschaften müssen endlich ihr Menschenbild der Realität anpassen

Wenn ich die Entscheide der Zuger Staatsanwaltschaft wegen der unverhältnismässigen Nothilfe oder der Schwyzer wegen des erschossenen Moldauer beurteile frage ich mich Folgendes: Mich würde interessieren, wie die Staatsanwälte reagieren würde wenn er statt anderen zu sagen, was sie alles falsch machen mal selber unter Druck entscheiden müssten. Ich bitte um Verzeihung, ich war auch mal Untersuchungsrichter aber solche Anklagen oder Verurteilungen regen mich einfach auf. Man stelle sich vor die Polizisten Busfahrer, Feuerwehrleute oder Samariter würden einfach ihren Dienst verweigern, weil sie bei jedem Entscheid Angst haben müssen in den Knast wandern zu müssen. Wenn ein Polizist, Busfahrer oder Samariter oder ein Mensch mit Zivilcourage falsch entscheidet hat das Folgen, aber das müssen wir in Kauf nehmen oder die Polizei, oder alle Berufe bei denen Fehler passieren abschaffen (Auch die Staatsanwaltschaften, den eine Jägermentalität ist dort völlig falsch am Platz) Staatsanwaltschaften und auch die Gesellschaft müssen endlich aufhören in Modellen zu denken, es gibt weder perfekte Abläufe noch perfekte Menschen. Entweder akzeptieren wir, das Fehler passieren und nehmen in Kauf, das niemand mehr das Risiko eingeht solche Berufe aus zu üben. Der Gesellschaft wäre so nicht gedient, aber scheinbar muss eine Strafbehörde nicht im Interesse der Gesellschaft denken oder handeln

Michel Ebinger Rotkreuz

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