Der Hafenkran - Eine Umgehung der Demokratie sondergleichen

Ja, dieser Hafenkran, dieser grüne Koloss hat schon einige Gemüter erhitzt in der Stadt Zürich. Und ja, es ist richtig, dass Kunst die Diskussion fördern soll. Es ist auch richtig, dass "Transit Maritim" einen interessanten Ansatz verfolgt. Die Idee eine Hommage an das längst vergangene maritime Zeitalter des Züribiets ist schlichtweg genial!

Dieses grosse grüne Stahlgerüst allein birgt auch nicht die politische Brisanz, die diesem Thema allgemein attestiert wird.

Das wahre Problem ist die beispiellose Umgehung der Demokratie, deren Zeuge wir in der Debatte um den Rostocker Besucher wurden. Die Rot-Grüne Mehrheit im Zürcher Stadtrat hat das politische Meisterstück vollbracht, einen 35 Meter hohen Kran unter den Augen der Bürgerlichen ans Limmatquai zu schmuggeln.
Dabei gingen die Verantwortlichen sehr perfide vor. Mit unserer grenzenlosen Bürokratie schaffen wir es, die Abstimmung erst zu ermöglichen, wenn der Koloss bereits steht und ein Abbruch nur Mehrkosten verursachen würde. Dieser Umstand ist eine Frechheit und eine bewusste Umgehung des Volkswillens. Der direkten Demokratie sollte auch in der Stadt Zürich mehr Rechnung getragen werden und ofensichtlich rechtsmissbräuchliche Handlungen durch die Volksvertreter sollte ein Riegel vorgeschoben werden.

Die meisten Zürcherinnen und Zürcher werden in den kommenden neun Monaten die grüne Zweckentfremdung zähneknirschend akzeptieren und an die Unverfrorenheit der Exekutivpolitiker nie einen Gedanken verschwenden, was bedenklich ist.

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