Wahlen vom 30. März 2014 - Das BDP-Debakel

Hoffnungsvoll haben wir den Wahlkampf für den Grossen Rat bestritten. Plus zwei Sitze war das ambitioniert gesetzte Ziel. Früh zeichnete sich jedoch ab, dass das Ziel wohl nicht erreicht wird. Das Gegenteil war schlussendlich der Fall. Aus jedem fertig gezählten Wahlkreis kam die gleiche Meldung: „Wieder ein Sitz verloren.“ Am Ende lautete das vernichtende Ergebnis: minus elf Sitze. Dies entspricht einem Sitzverlust von 44%. Ein Debakel.

Wie konnte es nur dazu kommen? Gespräche werden nun geführt. Die Wahlen werden detailliert analysiert. War es ein Fehler, dass wir mit den Bürgerlichen gemeinsame Sache gemacht haben? Hätten wir Listenverbindungen eingehen sollen? Wie können wir bei den anstehenden Kommunal- und Nationalratswahlen wieder Stimmen gut machen? Fragen die nun geklärt werden müssen, ohne Schnellschüsse zu produzieren.

Meine Gedanken dazu:

Die BDP ist eine Mittepartei. Dadurch werden wir seit unserer Gründung von allen Seiten her als „Windfändli“ bezeichnet. Das führte dazu, dass wir uns im Kanton Bern mehr den Bürgerlichen angenähert haben, damit wir mehr Profil erlangen können und fassbarer wurden. Das Ganze gipfelte in einem gemeinsamen Regierungsratswahlkampf mit EDU, FDP und SVP, der für unsere Regierungsrätin auch sehr erfolgreich war. Im Grossen Rat gelten aber andere Gesetze. Die Bürgerlichen Wähler wählen keine neue Partei im selben Gebiet, sondern das „Bürgerliche Original“ SVP. Annäherungen mit der GLP hätten uns dabei wohl weiter gebracht.

Wie es Lorenz Hess (NR BDP Bern) auch schon gesagt hat, müssen wir den Mut zur Mitte haben, und uns dort profilieren. Spielen wir doch das oft degradierte „Windfändli“. Denn wir in der Mitte machen die Politik! Links und Rechts haben gute Ideen, die eine Weiterverfolgung verdient haben. Dafür braucht es eine starke Mitte, mit der BDP als Leader. Das bringt unser Land / Kanton weiter, als wenn zwei Polparteien einander das Leben schwer machen.

Zuletzt noch dies:
Wir dürfen das Lachen nicht verlieren! Mäuse verlassen das sinkende Schiff. Wir werden aber weiter kämpfen um zum Glanz zurück zu finden!

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