Ein Mindestlohn von 4000 Franken schafft falsche Anreize ohne Ausbildung ins Berufsleben einzusteigen.

Mindestlohn – besonders schädlich für die Jugend

Der vorgeschlagene Mindestlohn schadet den Jungen am meisten. In der Schweiz gibt es mehrere tausend Jugendliche, die nach der obligatorischen Schulzeit keine Anschlusslösung finden. Ein Mindestlohn von 4000 Franken schafft falsche Anreize ohne Ausbildung ins Berufsleben einzusteigen, erhöht damit die Zahl Jugendlicher ohne Ausbildung und wertet die Lehrstellen mit vergleichsweise geringem Lohn ab. Die Wirtschaftskrise in Spanien und die damit verbundene Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent zeigen, dass ein Lohndiktat vom Staat verheerende Folgen hat.

Heute 25-jährige Spanier bevorzugten es nach der obligatorischen Schulzeit direkt als Handlanger ins Berufsleben einzusteigen und für einen vermeintlich guten Mindestlohn auf eine solide Ausbildung zu verzichten: 2014 sind leider viele von ihnen ohne Job und mit schlechten Aussichten je wieder erwerbstätig zu werden.

Am anderen Ende der Ausbildungsskala macht ein Mindestlohn Studenten zu ewigen Praktikanten. Wer heute nach einem halbjährigen Praktikum gute Chancen auf eine feste Stelle zu einem etwas tieferen Lohn hat, wird in Zukunft deutlich länger als kostengünstiger Praktikant arbeiten müssen.

Der Mindestlohn schadet folglich vor allem den Jungen, die für ihre spätere Karriere auf einen erfolgreichen Berufseinstieg angewiesen sind.

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