Das Lügentheater von Politik und Medien hat ein Ende gefunden. Wer sich jetzt noch vom Staat abzocken lässt, ist selber schuld. Wählen kann mensch alle Tage!

Mein heutiger Bund-Wahl-Blog

Ein «Wahltag»-Blog von Regierungsratskandidat Bruno Moser
Bruno Moser ist einer von zwei parteilosen Aussenseiterkandidaten für den Regierungsrat. In seinem Blog-Beitrag rechnet er mit den Medien und der Politik im Kanton Bern ab. Er plädiert zudem für eine Gesellschaft, in der keiner mehr Steuern zahlen muss.

Die Wahl, die keine war – und doch ständig ist

Was sich die (Berner) Massenmedien in Hinblick auf diese Regierungsratswahlen erlaubt haben, wirft etliche medien- und demokratiepolitische Bedenken auf. Man würde denken, dass Journalisten dem Wahlvolk die 12 Kandidaten ausgeglichen vorstellen. Würde man meinen. Und man geht eigentlich davon aus. Aber nein, die Hofmedien verschwiegen erfolgreich die parteifreien, belächelten sie bestenfalls und tun so, als gäbe es nur deren zehn Kandidaten. (Ok, ok – als grosszügiges Zückerchen darf ich nun diesen Blog schreiben!)

So wurde ich erst gar nicht zum grossen «Bund»-Wahlpodium eingeladen. Auch das Billag-Radio SRF lud mich zu dessen Veranstaltung im Stadttheater Biel nicht ein. Ich – als Bieler nicht eingeladen – habe mich dann unter die Zuschauer gemischt, Fragen waren keine erlaubt! Sie hätten den Rahmen gesprengt, haben eh keine Chance, treten sie doch einer Partei bei, so die Begründungen der Medienschaffenden. Merci, welche Weisheit! Wenn das Volk nicht weiss, was seine Aus-Wahl wirklich ist, dann wird das Volk auch nur das Vorgekaute wählen. Genau, was die Elite ja will. Die Wahlen sollen bloss dazu dienen, (Wahl-)Freiheit zu verkünden und vorzutäuschen und durch den Prozess die Macht und Ausbeutung der Menschen zu legitimieren und zuzuzementieren. Und ja tatsächlich, ich sprenge den Rahmen der bisherigen Politiklandschaft, ich bin parteifrei oder parteiunfähig – oder beides zusammen. Denn ich verstehe, wie die globalen Kräfte gegen die Schweiz wirken, bringe fachspezifisches Wissen mit und präsentiere eine Vision einer wirklich freien und unabhängigen Gesellschaft.

Wäre also doch interessant gewesen, mich den bisherigen Parteischnicks gegenüberzustellen, die ausser Skandalen kaum was gebracht haben in den letzten Jahren. Damit hätten die Hof-Journis dann auch nicht mehr in halbseitenlangen Editorials über einen flauen Wahlkampf und Politik mit kleinen Nuancen lamentieren müssen. Reboot the system! Als Ökonom halte ich fest: Steuern dürfen nicht auf menschliche oder unternehmerische Leistung erhoben werden, sondern auf den Wert von Standorten und Privilegien. Das gilt seit alters her (und die Bernburger leben es uns vor unserer Nase vor). Nur schafften es eben die gnädigen Feudalherren in Zusammenarbeit mit der aufsteigenden «Banksterklasse» von dieser banalen Funktionsweise des wirtschaftlichen Zusammenlebens abzulenken, ganze Generationen universitär zu verdummen und das Volk über 200 Jahre hinweg weiter mit Steuern und Abgaben zu verknechten.

Darum finden wir uns auch in diesem Puff. Politik ist nicht die Lösung, Politik ist das Problem. Solange sich Links und Rechts streiten, freut sich der Dritte im Bund: die Land besitzende Klasse und jene, die das Geld kontrollieren und herausgeben. Als Regierungsrat kann ich niemanden vertreten, denn wir Menschen sind frei geboren. Ich kann einfach zusehen, dass die Menschen ihre Freiheit und Fähigkeiten am Besten ausleben können. Ich kann zusehen, dass die unterstützende Infrastruktur optimal läuft. Deshalb verstehe ich die «Regierung» auch wie das Management eines 5-Sterne-Hotels. Die Geschäftsleitung hat keine Rechte über seine Gäste, sondern bietet zu tiefsten Kosten einen Top-Service.

Aufgrund von Zahlen der kantonalen Finanzdirektion zur Immobiliensteuer in fünf Gemeinden habe ich ausgerechnet, wie sich eine Bodenwertsteuer auswirken würde. Fazit: In allen Gemeinden hätte jeder Mensch – ohne dass auch nur noch ein Cent an Steuern eingezogen würde – Ende Jahr eine Bürgerdividende von 300 – 5000 Franken erhalten. Die ganzen Einsparungen auf Seiten der Steuerbehörde wie auch bei den «Steuer-Subjekten» gar nicht mit eingerechnet. Das Projekt wurde vom Steuerverwalter und der Regierung sofort schubladisiert.

Als Regierungsrat lege ich es wieder auf den Tisch, zuoberst! Bei mir bezahlt niemand mehr Steuern (füllt schon gar keine unsägliche Steuererklärung mehr aus), Billag, Krankenkassen, Telefon- oder Internetgebühren und Strom- oder Gas-Anschluss-Gebühren. Alles ist inbegriffen im 5-Sterne-Hotel Kanton Bern – der öV selbstverständlich auch. Für’s Bier und den Maserati ist jeder Mensch weiterhin selbst verantwortlich. Arbeit wird es in Überfülle geben, denn dank gesunkenen Lohnkosten kann wieder hier produziert werden. Wenn die Arbeitslosigkeit kein Thema mehr ist, dann reduziert sich der ganze Fürsorgebrei. Wie prosperierend unsere Gesellschaft dann da steht, kann sich jeder selber ausmalen.

Ich brauche bloss 99'000 aufwachende Berner und Bernerinnen, dann ist die Sache geritzt. Der 30. März ist allerdings ohnehin unwichtig. Die Frage ist nicht, ob ich gewählt werde, sondern wann. Denn sich wählen kann der selbstbewusste Mensch jeden Tag, eine Volksvertretung braucht er nicht.

Bruno Moser, Jahrgang 1961, ist Ökonom aus Biel. Er kandidiert als «parteifreier Mensch» für den Regierungsrat des Kantons Bern.

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