Demo's vom 29. März in Bern - eine unmögliche Situation für die Bevölkerung!

Demo's vom 29. März in Bern - meine Gedanken:
Der Verein "Stopp Kuscheljustiz" (mit dem ich überhaupt nicht sympathisiere) hat eine Bewilligung für eine Demonstration erhalten. Diverse Auflagen wurden akzeptiert und die Behörden haben – aus meiner Sicht korrekt – die Bewilligung erteilt. Schliesslich ist die freie Meinungsäusserung ein zu achtendes Gut in unserem Land. Das gilt auch für Gruppen, deren Meinung halt nicht alle teilen.

Was mich aber sehr stört: Für den gleichen Tag rufen linksradikale Kreise zu einer Art „Gegendemo“ auf. Auch hier: Die freie Meinungsäusserung ist zu achten. Aber warum ist es nicht möglich, sich innerhalb der gegebenen Leitplanken zu bewegen? Das Jahr hat nämlich 52 Wochen und ebenso viele Samstage um zu demonstrieren, da hätte man wohl auch einen Samstag im April als „Gegendemo“ bestimmen können. Zudem ist es für mich unverständlich, dass man das Gespräch mit der Stadt nicht sucht und keine Bewilligung für einen anderen Samstag erwirkt.
Es ist ja wohl allen klar, dass eine gleichzeitige Anwesenheit der beiden extremen Lager (links und rechts) nicht zu einem tollen Samstagnachmittag in Bern einlädt.

Und hier ergibt sich meiner Meinung nach das Problem:
Durch die rücksichtslose und intolerante Haltung einiger in diesem Land, erleben die Einwohnerinnen und Einwohner Einschränkungen. Einschränkungen welche ganz und gar unnötig wären. Durch die potenziell grosse Gefahr von Zusammenstössen werden bis auf 4!!! Polizeiposten alle anderen Polizeiposten geschlossen. Zudem ist ein Teil der Innenstadt für die Bevölkerung gesperrt, die Geschäfte erleiden Umsatzeinbussen, etc.

Das stellt sich für mich schon die Frage: Muss der Grossteil der Bevölkerung – welcher solche extremen Positionen nicht befürwortet und auch die Auseinandersetzungen verurteilt – unbedingt unter solchen Umständen leiden?

10 Kommentare


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