Effiziente Förderung von preisgünstigem Wohnraum

Wohnraum ist in den Städten und Agglomerationen rar und teuer, die Leerwohnungsziffer ist tief. Aber auch in ländlichen Gemeinden ist der Wohnungsmarkt oft nicht bedarfsgerecht.

Die Wohnkosten machen einen beträchtlichen Teil der Lebenskosten aus. Familien und ältere Menschen mit relativ tiefem Einkommen, bei denen Ende Monat sowieso kaum genügend Geld bleibt, haben deshalb bei Wohnungsknappheit und steigenden Mieten Schwierigkeiten. Im Kanton Bern haben wir mit dem Gesetz über die Förderung des preisgünstigen Mietwohnungsangebots ein Instrument, das mit wenig staatlichen Mitteln viel Wirkung erzielt.

Das Gesetz ist seit Anfang 2011 in Kraft. Bisher wurden 34 Projekte mit Beiträgen von insgesamt 865‘000 Franken unterstützt. Die unterstützten Projekte umfassen 2‘300 Wohnungen und ein Bauvolumen von rund 280 Millionen Franken. Wir haben Projekte im ganzen Kanton unterstützt: Von Bern, Biel und Bolligen über Leuzigen, Meikirch, Thun und Wynau bis nach Zollikofen.

Die Beiträge des Kantons wirken in einer frühen Phase, in der bei kleineren und mittleren Wohnbaugenossenschaften die Finanzierungsmöglichkeiten beschränkt sind. Sie haben eine Hebelwirkung: Sie lösen in einer zweiten Projektphase grössere Investitionen und qualitative Entwicklungen aus.

Das Gesetz über die Förderung des preisgünstigen Mietwohnungsangebots hat sich bewährt. Es entspricht einem klar ausgewiesenen Bedarf. Es ist ein effizientes, pragmatisches Instrument. Ich setze mich deshalb nächste Woche bei der Debatte im Grossen Rat dafür ein, dass es unbefristet weitergeführt wird.

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