Berner Finanzen in den Griff kriegen!!!

Wenn es um die Finanzen geht, sind viele Schlagworte und alte Weisheiten zu hören und ein jeder, der ein Bankkonto besitzt, fühlt sich zum Finanzpolitiker berufen. Dank den Einblicken in die verschiedenen Budgetposten oder der Frage von Smartvote, wo mehr oder weniger ausgegeben werden soll, gibt es zig Vorschläge, Ideen und gute Tipps, wie der Kanton Bern seine finanzielle Lage verbessern soll.
Doch seriöse Finanzpolitik braucht Erfahrung, welche ich in meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit sammeln durfte. Kurzfristige oder populistische Sparmassnahmen bringen ebenso wenig wie unrealistische Budgetierungen, beispielsweise von Bussgeldern oder unkalkulierbaren Einnahmen aus der Hand Dritter.
Der Kanton Bern hat grosse Schulden und diese abzubauen ist genauso wichtig, wie eine nachhaltige Gesundung der Finanzen, damit keine neuen Schulden entstehen und zukünftig schwarze Zahlen geschrieben werden können. Es gilt also eine seriöse Finanzpolitik zu betreiben. Dazu gehören für mich folgende Punkte:

  • Saubere und realistische Budgetierung ohne den Einbezug von unkalkulierbaren Zahlen
  • Attraktive Steuerpolitik zur Neuansiedelung und Erhaltung von Unternehmen
  • Dies führt zu neuen Arbeitsplätzen, den Arbeitnehmenden sollen mittels interessanten Bedingungen hier angesiedelt werden
  • Zusätzliche Einnahmen (wie die Erträge der Nationalbank oder Busseneinnahmen) konsequent zum Abbau von Schulden einsetzen
  • Sparmassnahmen sollen keine Schnellschüsse sein, sondern gezielt dort ansetzen, wo ein Überangebot besteht
  • Sparmassnahmen ebenso wie Mehrausgaben müssen erklärbar sein, so dass das Volk dahinter stehen kann. Dazu braucht es Ehrlichkeit und persönliche Grösse.

Um den Kanton Bern wieder zu schwarzen Zahlen zu bringen, braucht es einschneidende, langfristige und nachhaltige Massnahmen (und nicht andere Kantone als Sponsoren!). Diese können unangenehm sein und weh tun, doch – und hier kommt nun ein paar alte Weisheiten – Schulden von heute sind die Steuern von morgen. Und hier haben Wählende, wie auch die Gewählten eine Verantwortung für die Zukunft zu tragen.

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