Sparen und Schule?!

Das Sparmassnahmenpaket, das der Grosse Rat im November 2013 verabschiedet hat, sieht Einsparungen im Bildungsbereich von 11 Millionen Franken vor. Dieser Entscheid bedeutet mittelfristig, dass insgesamt 120 Klassen im Kanton geschlossen werden müssten. Grundsätzlich sieht der Beschluss vor, dass im ganzen Kanton die durchschnittlichen Klassengrössen von 19,2 auf 19,7 Schüler erhöht werden. Zugleich verlangt der Grosse Rat aber mit zusätzlichen Aufträgen, dass bei den ländlichen Schulen der Auftrag flexibler gehandhabt werden soll.

Die Erziehungsdirektion führt in einer Liste auf, wie gross die Klassen der einzelnen Gemeinden im Schnitt sind und welche Grösse diese künftig haben müssten. In dieser Liste ist festgehalten, wie viele Wochenlektionen eine Gemeinde anbieten kann, damit sie im Durchschnitt in den Richtlinien liegt.
Nebst der Veränderung der Klassengrössen gegen oben, können die Gemeinden die Zahl der Wochenlektionen verringern. Das bedeutet, dass weniger Wahlfächer und weniger Unterricht angeboten werden.

In Steffisburg wurde bereits vergangene Woche über die Klassenschliessungen informiert.

Fazit: Unmut und Befürchtungen bei den Eltern über Themen wie ‚sinkendes Bildungsniveau‘, ‚Schulweg-Sicherheit‘, usw. einerseits, andererseits kämen die Folgekosten dazu. Darüber spricht wohlweislich niemand. - Ferner sind bis zum heutigen Zeitpunkt leider die Kriterien der Erziehungsdirektion nicht transparent, aufgrund derer sie ihre Zielwerte, den Klassengrössenschnitt und die Wochenlektionen errechnet hat.

Wenn schon bei der Bildung gespart werden muss, dann bitte mit gleichen Ellen und bei voller Transparenz!

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