„Geldregen“ für Kanton Bern; nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Der Kanton Bern hat überraschenderweise mit einer positiven Jahresrechnung abgeschlossen. Nun schreien einigen Seiten bei zwei Themen auf:

„Regierungsrätin Beatrice Simon kann nicht rechnen.“

Die Jahresrechnung des Kantons hat mit rund 300 Millionen Franken besser abgeschlossen als budgetiert. Für uns Privatpersonen klingt das nach einer immensen Zahl. Das ist sie auch. Vergleicht man aber die 300 Millionen mit dem ganzen Budget, das rund 10 Milliarden umfasst, ergibt sich eine Budgetungenauigkeit von rund 3%. Zum Vergleich: Sie rechnen mit einem Lohn von CHF 100 und erhalten auf einmal CHF 103. 3% Unterschied sind bei einem so riesigen Budget überhaupt nicht ungenau, sofern man das Verhältnis betrachtet.

„Da der Kanton nun wieder Geld zur Verfügung hat, können wir die beschlossenen Sparmassnahmen wieder rückgängig machen.“

Um Himmels Willen NEIN! Im Jahr 2012 hat der Kanton einen Verlust von gut 200 Millionen Franken ausgewiesen. Rechnen wir nun die zwei Jahre zusammen ergibt sich immer noch einen Verlust von 30 Millionen Franken. Dazu sollen wieder mehr Ausgaben getätigt werden? Wer kommt bitte auf solche Ideen?

Weiter muss beachtet werden, dass der Kanton Bern auf einem Schuldenberg von über vier Milliarden sitzt (Mittel- und Langfristige Schulden gemäss Geschäftsbericht 2012). Dazu kommen noch zwei Milliarden weitere Verpflichtungen. Also ergibt sich eine Bruttoschuld von sechs Milliarden Franken! Diese Schuld ist ein unhaltbarer Zustand. Deshalb müssen wir weiterhin Sorge tragen zu unseren Finanzen. Langfristiges Denken bringt uns weiter, als kurzfristig und kurzsichtig alles auszugeben.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, wen wollt Ihr in unserer Regierung? Jemand, der eure Steuergelder mit beiden Händen ausgibt und keine Rücksicht nimmt, oder jemand, der umsichtig mit den Finanzen umgeht, damit nicht die nächste Generation den überdimensionalen Schuldenberg übernehmen muss?

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