Faire Steuern für Alle, statt tiefe Steuern für Wenige

Die Steuersenkungspolitik hat in den vergangenen Jahren zu finanziellen Einbussen in Milliardenhöhe geführt. Der destruktive Steuerwettbewerb zwischen den Gemeinden und den Kantonen gepaart mit den kurzsichtigen Sparmassnahmen im ASP 1 und 2 basierende auf Schwarzmalerei in der Budgetierung dient am Ende nicht Allen sondern wenig Einzelnen.

Die Folgen davon tragen wir alle in Form von Einsparungen in der Bildung oder einem Abbau bei den Spitalleistungen. Einen Abbau in diesen sensiblen Bereichen, in welchen es um unsere zukünftige Generation oder Respekt gegenüber der älteren Generation geht, können und wollen wir uns nicht leisten.

Ich bin sehr dafür bemüht und finde unbedingt, dass die öffentliche Hand sorgsam und mit Weitsicht mit seinen finanziellen Ressourcen, also unseren Steuern, umzugehen hat. Gewisses Potential sehe ich im Verwaltungsbereich (zB warum gehen rund 23% des Budgets der Berner Fachhochschule in die Verwaltung und nicht in die Lehre und Forschung was ja der eigentliche Auftrag wäre). Manchmal wäre weniger mehr und es müsste nicht alles perfekt bis ins letzte Detail sein. Aber da müssen wir als "Kunden" vielleicht auch etwas umdenken und mit weniger zufrienden sein.

Lohnerhöhung im Grossen Rat, VR-Entschädigungen
Zur grossrätlichen Lohnerhöhung kann ich nur sagen: geht gar nicht: Bei den Anderen wird gespart so dass man sich selber mehr geben kann.
Ebenso bedenklich sind für mich die VR-Entschädigungen. Egal ob auf Stufe Gemeinde oder Kanton: Wenn ich von Amtes wegen und nicht wegen meiner fachlichen Qualifikation in einem VR Einsitz nehme, dann geht die pauschale Entschädigung an meinen Arbeitgeber (Gemeinde oder Kanton). Keine Diskussion.

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