Preise runter – Löhne runter?!

Wer im Wettbewerb nur auf den Preis setzt, setzt auf den falschen Preis.

Zahlreiche Detailhändler verspüren Gegenwind. Der Einkauf über die Grenze und das Preisargument haben Hochkonjunktur. Den Konsumenten wird permanent eingehämmert, sie seien blöd, wenn sie nicht den billigsten Preis zahlen - das führt in die Selbstzerstörung! – Die realen Märkte verhalten sich zunehmend wie die Finanzmärkte: volatil, irrational und immer stärker stimmungsgetrieben. Die Konflikte zwischen Politik und Wirtschaft und zwischen Finanzwirtschaft und Realwirtschaft intensivieren sich. - Preissenkungen können nicht per se sofort gefordert werden. - Zuerst müssen bürokratische Hürden abgebaut werden, damit die Preise dem Niveau entsprechen, welche sie haben sollten.

Preise runter, bedeutet mittelfristig, dass auch unser starker Warenkorb fällt. - Ist dies der Fall, setzt in vielen Betrieben das Absicherungs- und in der Folge noch mehr Preisdenken ein. Das Spiel der Abwärtsspirale wird losgetreten und in einer nächsten Runde wird auf die Löhne gedrückt.

Leider wird mit der Volksinitiative „Für den Schutz fairer Löhne“ (Mindest-Lohn-Initiative) das Schwungrad in den Köpfen vieler Menschen noch mehr in diese falsche Richtung getrieben!

Zur Zeit weist die Schweiz eine Arbeitslosigkeit von 3,5 %, eine Jugendarbeitslosigkeit von 3,6 % auf. Das BIP beträgt pro Kopf 80‘000 Dollar und ist somit das viert Höchste weltweit. Auf dem Innovations-Scoreboard sind wir Nr. 1. - All dies wegen einem heute gut funktionierenden, flexiblen Wirtschaftssystem und auch wegen differenzierten Verhandlungen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, der Sozialpartnerschaft.

Wir leben verglichen zum internationalen Vergleich sehr gut! - Doch wir müssen endlich lernen, dass die Zeit des grenzenlosen Zahlenwachstums vorbei ist und die Budgets auf Kantons- und Staatsebene enger werden.

Doch was hilft? - Wir müssen den Menschen Gewähr geben, dass sie beschäftigt sein können, zeigen dass unser heutiges System funktioniert und keine Armut eintritt!

Der einseitige Weg über den Preis und die Mindestlöhne ist töricht, den er schafft keine Loyalitäten und kein Wachstum. Am meisten Chance haben in Zukunft bewusster Konsum, die richtige Vernetzung, intelligente Vereinfachungen im Alltag und gute Leistungen, dank ehrlichen Arbeitsplätzen und gesundem Finanzhaushalt. - Zuvorderst stehen Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Wer nur auf das Wettbewerbsinstrument Preis setzt, setzt immer auf den falschen Preis. Dessen müssen sich alle bewusst sein.

Lassen wir nicht unsere Stärken weiter demontieren. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen. Stimmen Sie bei der schädlichen Mindest-Lohn-Initiative: NEIN!

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