Völkerrechtliche Doppelmoral

Serbien - Kosovo, Ukraine - Krim.
Wenn zwei das gleiche tun, ist es nicht dasselbe.

Die NATO bombt den Kosovo von Serbien ab und das geht dann schon in Ordnung.
Russland versucht, die Krim von der Ukraine abzuspalten und plötzlich sprechen hinz und kunz von Völkerrechtsverletzungen.

Dabei geht vergessen, dass der Militäreinsatz im Kosovo damals mangels eines UNO-Sicherheitsratsbeschlusses nicht weniger völkerrechtswidrig war, als derjenige auf der Krim es jetzt ist (wobei da meines Wissens noch nichts bombardiert wurde).
Wäre man konsequent, müsste die Schweiz ihre Anerkennung des Kosovo widerrufen oder aber die Grossmachtspielchen in der Ukraine dulden.
(Persönlich favorisiere ich dabei mit ersterem.)

Mit der näherrückenden Abstimmung von nächstem Sonntag wäre es vielleicht mal Zeit, zu fragen:
Wieso verharrt man stattdessen in einer schizophrenen Position und lässt das Völkerrecht zum Farce, zum Spielball der Grossmächte, verkommen?

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