Hunger! Die Bevölkerung hat Hunger auf Lebensmittel aber auch aufs Land.

Aufgrund des Wirtschaftswachstums und dem Bevölkerungsanstieg wird je länger je mehr verbaut. Im Kanton Bern ist es bereits mehr als ein Fussballfeld pro Tag. Wunderschöne Landflächen müssen Wohnungen und Gewerbebauten weichen. Wenn dies so weitergeht, müssen wir unser Gemüse bald auf dem Niesen anbauen, obwohl ich nicht weiss, wie fruchtbar Gesteinsbrocken sind. Damit auch meine Generation in Zukunft „Berner Gemüse“ geniessen kann und unsere Kinder auf den Feldern spielen können, müssen wir Schutzauflagen für das Kulturland beschliessen.

Die Landwirtschaftliche Organisation des Kantons Bern (LOBAG), die Grünen und die BDP haben deshalb die Initiative zum Schutz des Kulturlandes (Kulturland-Initiative) ins Leben gerufen. Diese sieht eine Anpassung der Berner Kantonsverfassung vor. Der Kanton muss neu dafür besorgt sein, dass eine genügend grosse Fläche an landwirtschaftlich nutzbarem Kulturland vorhanden ist. Der Initiativtext legt auch grossen Wert auf qualitativ hochstehende Flächen, da diese intensiver genutzt werden können. Im Grossen und Ganzen wird das bestehende Raumplanungsgesetz um eine weitere Stufe verschärft. Diese Verschärfung kann sich der Kanton Bern aber gut leisten, da wir bereits heute alle anderen Gesetzgebungen mehr oder weniger problemlos erfüllen.

Ziel der Initiative ist es den Landverschleiss zu verlangsamen, nicht aber zu verhindern. Der Initiativtext sieht nämlich kein Baumoratorium vor. Für den Kanton Bern wird Wirtschaftswachstum weiterhin möglich sein. Die Siedlungsgebiete werden aber dazu gezwungen vermehrt verdichtet und in die Höhe zu bauen.

Mit dem verankerten Schutz des Kulturlandes in der Verfassung schaffen wir eine notwendige Grundlage für unsere Zukunft. Deshalb noch heute die Kulturland-Initiative unterzeichnen!

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