Nathalie Rickli und ihre TV-Verbindungen

Nathalie Rickli zeigt sich als Kämpferin für das gemeine Volk gegen horrende Staats-TV Gebühren. Im Blick definiert sie "Skirennen sind Service Public, Formel 1 nicht". Da musste ich kurz schmunzeln, den sie begründet dies mit: "Skirennen gehören zur Wintersportnation Schweiz. Aber die Formel 1 kann man sich auch auf anderen Sendern gratis anschauen".

In der Internetbranche kursiert ein Spruch, wenn du etwas gratis erhältst, bist du das Produkt. Das bedeutet, Google gibt seine Suchmaschine gratis, weil es damit Werbung verkaufen kann. Wenn Sie also bei Google suchen, sind Sie das Produkt, das Google an die Werber verkauft. Warum bringe ich das hier? Weil, wenn Sie Formel 1 bei RTL schauen, sind Sie das Produkt. RTL verkauft nämlich den Werbern Sendezeit. Skirennen überträgt RTL nicht, so wie auch kein anderer privater TV-Sender. Damit kann man offenbar kein Geld verdienen.

Um den Kreis zu schliessen, müssen Sie eigentlich nur noch eine Sache wissen. In der Schweiz verkauft die Firma Goldbach Media Werbung für RTL. Liefert also Geld nach Deutschland und kassiert dabei eine Provision. Ahnen Sie schon etwas? Jawohl. Nathalie Rickli arbeitet bei der Goldbach Media als Partner Relation Manager.

Ich persönlich bin ebenfalls für einen radikalen Umbau des Schweizer TV und Radiomarktes. Aber dann so, dass wir hier eigene, tragfähige nationale Sender betreiben können. Denn so wie es Nathalie anpackt, profitieren ganz wenige für die Vermittlung von Werbeprovisionen. Das nennt man Lobbying. Nicht verwerflich, aber man sollte es wissen.

Interessensbindung:
Star TV gehört unter anderem zu unseren Kunden.

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