Soziale Gerechtigkeit auch in der medizinischen Grundversorgung

Eine soziale Spital- und Versorgungsplanung muss die medizinische Grundversorgung im ganzen Kanton gewährleisten. Dazu gehören funktionierende Regionalspitäler in den Regionen und nicht nur zentralisierte Spitalzentren.

Um die Regionalspitäler besser auszulasten und wie gefordert wirtschaftlich optimal zu betreiben, sollten die Patienten möglichst rasch wieder in ihr gewohntes Umfeld entlassen werden können. Dabei sind Patienten nach ihrem Austritt aus dem Spital oft auf die Unterstützung der Spitex oder auf eine übergangsweise Nachbeetreuung und Pflege in einem Heim angewiesen. Diese Nachbetreuung darf daher nicht weiter gekürzt werden. Als Folge von weiteren Sparmassnahmen würden sich die Spitalaufenthalte unnötig verlängern was unter dem Strich eine kleinere Kapazität und somit eine schlechtere Wirtschaftlichkeit der Spitäler bedeutet. Ein kurzsichtiges Sparen welches nach 5 Jahren wiederum direkte Auswirkungen auf die Spitäler hat. Die Folgen davon werden höhere Kosten sein welche wiederum auf die Patienten überwälzt oder durch den Kanton über die Steuern gedeckt werden müssten. Das kann es nicht sein und so kurzfristig darf einfach nicht gespart werden!

Ein weitere Kürzung bei der Spitex, wie das in der letzten Sparrunden im Grossen Rat erfolgte, widerspricht zudem dem seit langem propagierten medizinischen Ansatz "Ambulant vor Stationär" und gefährdet das funktionierenden und soziale System der medizinischen Versorgung.

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