Grossratslöhne und Abbaumassnahmen prägen Berner Wahlkampf

„Bern schämt sich für seine Politiker“ lautete eine Schlagzeile im Blick am Abend vom 21. November 2013. Die Debatte um Grossratslöhne und Sozialabbau prägen den Berner Wahlkampf. Die Website www.unwaehlbar.ch legt das Abstimmungsverhalten der Grossratsmitglieder offen.

Ältere, Kranke, Familien mit tiefen Einkommen und die Bildung sind besonders stark von den Kürzungen betroffen, welche der Grosse Rat im November 2014 beschlossen hat. Die Folgen des Abbaus werden für die Betroffenen zunehmend spürbar: Unter anderem senken Altersinstitutionen die Pflegequalität, die Spitex reduziert das Angebot, das Psychiatriezentrum Münsingen hebt eine Abteilung auf, Krankenkassenprämien-Verbilligungen fallen für viele Familien weg. An der Volksschule werden Lektionen gekürzt und Klassen zusammengelegt.

Kein Verständnis hat das „Komitee 30. März“, dass vor diesem Hintergrund eine Mehrheit der Grossratsmitglieder die eigenen Entschädigungen erhöht hat.

Wählende sollen bei den bevorstehenden Grossratswahlen auf einfache Art nachschauen können, wie die Bisherigen, welche sich zur Wiederwahl stellen, in ihrem Wahlkreis entschieden haben. Da die Abstimmungsprotokolle des Grossen Rates für Aussenstehende schwer verständlich sind, haben wir die Abstimmungsdaten des Grossen Rates aufbereitet und wahlkreisorientiert verfügbar gemacht.

Komitee 30. März 2014 www.unwaehlbar.ch

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