Energie-Effizienz entscheidet sich im Alltag

Der Bundesrat verfolgt ehrgeizige Ziele, was den Stromkonsum angeht: Im Jahr 2050 soll die Schweiz 5 000 000 000 kWh (5TWh) weniger Strom verbrauchen als heute, obwohl voraussichtlich knapp eine Million mehr Menschen in der Schweiz leben werden (vgl. Broschüre electro suisse).

Die Politik hat verschiedene Möglichkeiten, die Stromeffizienz zu beeinflussen. Eine davon ist, energetische Mindestanforderungen für Geräte festzulegen. So kann der Bund beispielsweise bestimmen, dass in der Schweiz nur noch Staubsauger verkauft werden dürfen, deren Leistung weniger als 1600 W beträgt. Damit wird sichergestellt, dass neue Geräte, für welche es Mindestanforderungen gibt, keine ‚Stromfresser‘ sind. Da die alten, ineffizienten Geräte mit der Zeit ausgetauscht werden müssen, erhöht sich die Energie-Effizienz weiter.

Beim Kauf von elektrischen Geräten lohnt es sich neben Funktionalität und Design auch den Energieverbrauch in den Kaufentscheid einzubeziehen. Denn für viele Geräte existieren heute keine energetischen Mindestanforderungen. Auch bei den anderen Geräten gibt es grosse Unterschiede zwischen energetischen Topmodellen und Minimalanforderungen. Bei einigen Geräten erleichtert die Energieetikette den Vergleich. Es ist vorgesehen, dass Hersteller in Zukunft auch diejenigen Geräte mit einer Energieetikette versehen dürfen, für die heute noch keine Auszeichnung erforderlich ist. So können Hersteller Energie-Effizienz und positive Umwelteigenschaften für uns Konsumenten leicht sichtbar machen.

Energie-Effizienz ist jedoch nicht nur Aufgabe der Politik und der Wirtschaft. Energieetiketten nützen nur, wenn sie Beachtung finden. Informationskampagnen zeigen nur Wirkung, wenn die Tipps beherzigt werden. Und effiziente Geräte werden nur entwickelt, wenn Sparsamkeit gefragt ist.

Warten wir nicht auf die neue EU-Verordnung (Nr. 666/2013), welche ab dem 01.09.2014 in Kraft tritt. – Energie-Effizienz entscheidet sich im Einzelfall – im Alltag!

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