Nachhaltige Gesundheitspolitik für den Kanton Bern

Das letzte Sparpaket des Kantons traf wieder einmal das Gesundheitswesen. Gespart wird nun unter anderem bei Spitex und Heimen. Das Sparen bei den Älteren, Kranken und Hilfsbedürftigen wurde von der bürgerlichen Mehrheit im Grossen Rat in Bern verabschiedet. Ein kurzsichtiges Sparen in der Gesundheitsversorgung, welches auch Auswirkungen auf die Spitäler in den Regionen haben kann.
Ambulant vor Stationär wird seit langem propagiert. Die Patienten sollten möglichst rasch wieder aus den Spitälern entlassen werden um diese besser auszulasten und wirtschaftlich zu optimieren. Viele Patienten sind nach ihrem Austritt aus dem Spital auf die Unterstützung der Spitex oder auf eine übergangsweise Betreuung und Pflege in einem Heim angewiesen. Stehen nun aufgrund der Sparmassnahmen weniger Pflegeplätze und weniger Pflegefachpersonen in der Spitex zur Verfügung, können diese Patienten nicht mehr rasch aus dem Spital austreten. Die Folge sind längere "Liegezeiten" in den Spitälern. Dies ergibt unter dem Strich dann weniger Kapazität für die Aufnahme neuer Patienten, was auch weniger Wirtschaftlichkeit bedeutet. Das Sparen am einen Ende hat so auch Auswirkungen auf die anderen Bereich der Gesundheitsversorgung.
Die Sparmassnahmen bei der Spitex führen aber auch dazu, dass Menschen welche mit Unterstützung noch Zuhause leben konnten, plötzlich in ein Heim eintreten müssen. Neben dem Verlust des "Zuhause seins" für diese Menschen, bedeutet dies auch eine massive Kostensteigerung. Ein Heimplatz ist immer ein vielfaches teurer als eine Betreuung in den eigenen vier Wänden.
Wir brauchen eine gut ausgebaute Spitex und genügend Pflegepersonal um die nötige Qualität in der Postakutpflege gewährleisten zu können.

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