Bundesrat verletzt Neutralität

Heute liess Herr Burkhalter im 20min verlauten:

Bundespräsident Didier Burkhalter hat zum Dialog in der Ukraine-Krise aufgerufen. Vor dem UNO-Menschenrechtsrat rief er alle Beteiligten auf, die territoriale Integrität des Landes zu respektieren. Eine stabile, demokratische und vereinigte Ukraine sei im Interesse aller. In diesem Zusammenhang schlage die Schweiz als amtierender Vorsitzender der OSZE die Schaffung einer internationalen Kontaktgruppe vor.

Nach dem Statement traf sich Lawrow mit Bundespräsident Didier Burkhalter. Bei diesem Gespräch stand ebenfalls die Ukraine im Zentrum. Dabei verteidigte Lawrow erneut die Haltung Moskaus.

Mit der Forderung einer geeinigten Ukraine ergreift der Bundesrat für die EU und USA Partei!

Eine geeinigte Ukraine ist in erster Linie für die EU und USA wichtig, die es auf die geostrategisch wichtige Position der Krim abgesehen hat, um Russland mit militärischen Nadelstichen und einem Raketenschild nachhaltig zu schwächen. Dabei verschweigt der Bundesrat, dass ein Verlust der Krim für Russland eine massive Bedrohung darstellt. Russland kann es sich schlicht nicht erlauben, einer der wichtigsten Flottenstützpunkte und Produktionswerkstätten Russlands an die NATO zu verlieren. Russland konnte nicht anders als so zu handeln, wie sie es getan haben. Dabei ging Putin noch sehr besonnen vor, was man von den Drohungen Obamas und Merkel nicht behaupten kann. Doch diese Fakten werden vor der öffentlichkeit gerne verschwiegen.

Nach der übernahme der Ukraine durch Neonazis fühlen sich die Menschen auf der Krim zudem bedroht und fürchten sich vor einem Progrom. Wer kann es den Bewohnern der Krim verübeln, nicht mit Neonazis, die jetzt in der Ukraine an der Macht sind, kooperieren zu wollen?

Indirekt greift der Bundesrat also die Position Russlands an und Herr Lawrow fühlte sich genötigt, sich zu verteidigen.

Es ist kein Geheimnis, dass seitens der EU und USA massiv nationalistische und extremistische Gruppierungen ausgebildet wurden, um die Ukraine zu destabilisieren. Hier wurde bewusst und in fahrlässiger Weise am Pulverfass vor der Haustüre Russlands gezündelt. Man sollte lieber mal diese Brandstifter zur Verantwortung ziehen!

Europabeauftragte Nuland sagte selbst noch an einer öffentlichen Rede, 5 Milliarden US-Dollar für die "Demokratisierung" der Ukraine investiert zu haben. Diese sogenannten "friedlichen Demokraten" zerren Leute schlafend aus den Wohnungen, verprügeln diese auf den Strassen, schiessen politischen Gegnern in den Kellern der verlassenen Wohnungen in den Kopf und putschen mit brutalster Gewalt einen demokratisch gewählten Präsidenten weg.

Die Kosten des illegitimen Staatsstreichs werden für Brennholz, Nahrung, Toiletten für Demonstranten usw. auf 480'000 US-Dollar pro Tag geschätzt. Wer hat das bezahlt?

Mit solch einem dilettantischen Verhalten giesst der Bundesrat öl ins Feuer und erschwert die Beziehungen in fahrlässigster Weise zwischen der Schweiz und Russland! Der Bundesrat hat sich umgehend aus dem Konflikt rauszuhalten und unsere Neutralität zu wahren! Denn Fakt ist : Einige EU Politiker haben gewaltig Dreck am Stecken!

Weitere Informationen gibt es hier :

http://www.bueso.de/node/6909


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