Mindestlohninitiative: Gute Arbeitsplätze bleiben erhalten!

Gibt es ein „Beizensterben“ bei Annahme der Mindestlohninitiative? Nein. Wenn alle Gaststätten Mindestlöhne zahlen müssen, können die Kunden höchstens vermehrt zu Hause essen oder am Arbeitsplatz, falls die Preise übermässig steigen. Die meisten Kunden werden sich an das erhöhte Preisniveau gewöhnen. Wenn schlecht geführte Restaurants mit heute Billig-Arbeitskräften schliessen müssen, ist das kein Schaden für die Gastro-Branche.

Kassierinnen im Detailhandel werden heute schon durch Scannner-Kassen ersetzt. Der Abbau in diesem Beruf erfolgt wie jener bei den klassischen „Sekretärinnen“ durch die technische Innovation. Der Strukturwandel sollte nicht aufgehalten werden. Wir brauchen dafür heute mehr Leute in den Gesundheitsberufen.

Wenn Arbeitsplätze in Billiglohnländer verschoben werden, ist das doch ein Gewinn für diese Länder mit hohen Arbeitslosenzahlen. Wir können in der Schweiz damit die übermässige Zuwanderung bekämpfen. Natürlich gibt es kurzfristig mehr Arbeitslose in der Schweiz. Aber sollen wir deswegen die Strukturerhaltung weiter betreiben?

Der Sinn der Mindestlohninitiative ist doch, den Staat und die Sozialversicherungen von der Last zu befreien, working poors und indirekt deren Arbeitgeber, welche keine Minimallöhne bezahlen wollen oder können, subventionieren zu müssen.

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