Gesundheit ist ein Privileg, das nicht jedem vergönnt ist. Behandlungen dürfen nicht an den Finanzen scheitern. Dafür gibt es ein Lösungswort: Einheitskasse!

Wer ärgert sich nicht, wenn jedes Jahr die Krankenkassenprämien wieder steigen? Zur gleichen Zeit werden wir mit teurer Werbung der Krankenkassen überschwemmt. Diese Missstände müssen behoben werden. Die Krankenkassen müssen lernen, von wem und wofür sie ihr Geld erhalten. Sie bekommen die Prämien nämlich nicht um immense Gewinne zu erzielen und grosse Werbekampagnen zu führen. Nein, das Geld ist dazu da, den Versicherten ihre Gesundheitskosten zu finanzieren.

Als liberaler Jungpolitiker bin ich in der Regel gegen Eingriffe des Staates in die freie Marktwirtschaft. Bei der Gesundheit ist aber ein Mass überschritten, welches nun eine Regulierung durch den Staat erfordert.

Die Einführung einer Einheitskasse auf Bundesebene schafft mehr Transparenz und bekämpft unnötige Ausgaben für Werbung etc. Dazu wird sogar die Bundesverwaltung entlastet, da sie im Bereich Grundversicherung nur noch eine anstatt ca. 80 Krankenkassen zu überwachen hat. Wir Versicherten müssen uns auch keine Sorgen mehr machen, ob wir das beste Angebot gewählt haben. Eine zu grosse Auswahl macht sowieso nicht glücklich.

Die Krankenkassen stellen sich natürlich gegen die vorgeschlagene Änderung. Werden ihnen doch fette Gewinne entzogen. Gemäss Angaben von santésuisse (Krankenkassenverband) wird für das Kampagnenbudget gegen die Volksinitiative fünf bis acht Millionen investiert. Die Gelder kämen alle aus den Gewinnen der Zusatzversicherung. Das beweist doch, dass sich mit dem Angebot von Zusatzversicherungen weiterhin gutes Geld verdienen liesse. Die Grundversorgung wird aber für jede Schweizerin und jeden Schweizer gesichert.

Die Einführung der Einheitskasse ist der erste Schritt. Denken wir doch noch etwas weiter: Wieso nicht das AHV-Prinzip auf die Krankenkassenprämien übertragen? So würde sicherlich jeder die Prämien bezahlen, die Administration würde weiter vereinfacht und wir Bürger haben Ende Monat zwar nicht zwingend mehr im „Kässeli“, dafür haben wir das darin, was wir wirklich verwenden können. Das mühsame „beiseite Schieben“ der Krankenkassenprämie würde entfallen.

Weltweite Revolutionen gegen die Regierungen, das haben wir zum Glück nicht nötig. Dafür eine Revolution im Gesundheitswesen. JA zur Einheitskasse!

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