Betrug bei der IV - Betrug am Schweizer Volk

Wer regulär arbeitet, bezahlt Sozialversicherungsbe​iträge per Lohnabzug, auch für die IV, ein. Dies im guten Glauben, dass diese Beiträge gesetzeskonform eingesetzt werden. Auch dann, wenn er selber einmal langzeit-arbeitsunfäh​ig sein sollte. Das ist der Kern des Solidaritätsprinzips.​

Die Medien wurden jahrelang beherrscht vom Missbrauchsthema. Diesem Thema wird nicht ausgewichen, im Gegenteil. Wie kommt es zu Missbrauch bei den Lohnangaben bei der IV-Anmeldung? Sind das einfach kriminelle Einzeltäter oder stehen deren Taten in einem Zusammenhang, auf welchen mit Rahmenbedingungen eingewirkt werden kann?

In der Politik herrscht ein Prinzip der reinen Repression in Sachen Missbrauch von Staatsgeldern. Wie in der Drogenpolitik braucht es ein Viersäulen-Prinzip im gesamten Sozialbereich, auch in Sachen Missbrauch. Ein Vergleich.

Die Repression haben wir in Form eines Strafgesetzes und eines korrekten Vollzugs. Das reicht diesbezüglich vollkommen. Überlebenshilfe: Wer arbeitsunfähig ist und kein Geld hat, hat immerhin Anspruch auf Sozialhilfe, wenn die IV keinen Leistungsanspruch anerkennt und das Sozialamt sich selber ans Gesetz hält. Therapie könnte sein, wenn Leistungsberechtigte einer Sozialversicherung oder von Sozialhilfe nicht mehr als Kriminelle stigmatisiert werden. Und Prävention? Wenn sich Institutionen und öffentliche Personen selber vorbildlich verhalten und sich an die Verfassung und Gesetze halten (würden).

Wo soll begonnen werden? Bei sich selber. Ich habe deshalb mit Grüner Politik begonnen.

Interview mit Stefan Kirchgraber, Fachstelle Integration Behinderung, zum Thema '(unehrliche?) Kultur bei der IV': [http://suvivalstgallen.pbworks.com/w/file/76062098/2014-02-27%20Fragebogen%20Stefan%20Kirchgraber.pdf]

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