Ecopoppen leicht gemacht! Konkrete Massnahmen zur Durchsetzung der Ecopop-Initiative endlich publiziert!

Nachdem Europa in der Ukraine fürs Erste noch einmal haarscharf an einen Bürgerkrieg vorbeigeschrammt zu sein scheint, bleibt eines übrig: Der enorme Finanzbedarf von 35 Milliarden. Da könnte die Kohle der Oligarchen willkommen sein. Doch diese scheinen vorgesorgt zu haben und ihre Scherfchen vor allem in England, Österreich und Lichtenstein, und offenbar – wie die FAZ berichtet - nur zu einem geringeren Teil in der Schweiz versteckt zu haben. Gut für die Reputation der Schweiz, schlecht fürs Business.

Auch in den USA soll es den Reichen und dem Mittelstand an den Kragen gehen. Zumindest wenn man dem „Aftershock“-Bestsellerverfasser Bob Wiedemer glauben will, der in den nächsten drei Jahren in den USA einen Aktien-Crash bis zu 90% und eine Arbeitslosigkeit von 50% prophezeit und dessen Video von 50 Millionen Amis geguckt wurde. Wenn so viele daran glauben, darf man glauben, dass es auch von dieser Seite schlecht fürs Business kommen wird. Drei, die jetzt schon dran glauben, sind die Billionäre Warren Buffet und George Soros und John Paulson, die bekanntlich sehr erfolgreich sind und letzthin massenhaft Aktien von Consumer Goods und Banken losgeworden sind. Es sieht schlecht aus für Wachstums-Fetischisten!

Während andere jammern, geht ein einzig Volk von Brüdern und Schwester, wir Schweizer, tapfer wieder einmal der ganzen Welt voran und schwört willentlich oder zumindest halbwegs bewusst der globalen Wachstumsmanie ab. Das hat vielleicht sogar positive Wirkungen auf die Umwelt.

Mehr bringt jedoch die Ecopop-Inititive. Nachdem gestern der Ständerat die Initiastive für gültig erklärt hat, wird das Schweizer Stimmvolk voraussichtlich Ende 2014 oder Anfang 2015 Gelegenheit haben, dem mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiatve eingeschlagenen Kurs eins draufzupacken. Erste Umfragen zeigen eine Mehrheit von 54%. Will man einer heute im Tages-Anzeiger publizierten Grafik glauben, wird die beabsichtigte fixe Zuwanderungsbeschränkung von 0.2% aber bloss moderate zusätzliche Auswirkungen haben. Der ökologische Fussabdruck der Schweiz auf dem Hintern der Erde wird dadurch nicht wesentlich kleiner werden.

Wichtiger neben dem festen Zuwanderungsschlüssel scheint deshalb die von Ecopop zusätzlich geforderte Verwendung von 10% der Schweizer Entwicklungshilfe für Massnahmen zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums in der dritten Welt. (Klartext: Ausländer raus, bitte zuhause poppen. Aber ohne dabei Nachwuchs/Wachstum zu generieren!) Wenn man das richtig aufgleist, könnte das durchaus nicht nur Vorbildwirkung haben, sondern auch dem drohenden Einbruch der Schweizer Exportindustrie positiv (befruchtend wäre in diesem Zusammenhang das unpassende Wort) entgegen wirken. Pragmatisches, schweizerisches Vorgehen könnte etwa so aussehen:

Man könnte etwa zwangsverordnen, dass allen Exportschokoladen mit einem Schweizer Verhüterli - mit dem lustigen Schweizerkreuzlein drauf, Aded Value sozusagen - versehen werden. Konflikte mit Rom und dem Churer Oberpoppen, Bischof Vitus Huonder, der übrigens seinen genialen Gender-Hirtenbrief abgeschrieben haben soll, sind dabei in Kauf zu nehmen.

Schweizer Armeemesser sind mit einem wiederverwendbaren Kondom zu versehen und gratis bei allen Schweizer Botschaften aufzulegen. Oder zumindest verbilligt.

Nestlé ersetzt jede zweite Nespresso-Kapsel durch das praktische Ceylor Kondom-Dösli.

Swatch benützt ab sofort eine attraktive Latex-Verpackung mit Strawberry-Flavour.

Schweizer Touristen und Asylanten, die zurückwandern, erhalten bei der Abreise an den Schweizerflughäfen eine Monsterpackung Präservative und Aufklärungsbroschüren, die neben Infos über die erschwerte Zuwanderung auch Angaben zum Schweizer Bankgeheimnis, das für Drittweltländer ja noch gilt, enthalten. Alle Airlines werden verpflichtet, den Transport gratis zu übernehmen.

Allen Schweizer und Schweizerinnen wird erlaubt, die mit dem Gebrauch und Verteilung der Kondome im Ausland entstehenden Unkosten, Getränke, Geschenke an Lustknaben, Disco- und Bordellbesuche etc. etc., von den Steuern abzuschreiben. Alle Belege sind der Steuererklärung beizulegen.

Die Initianten der Ecopop-Initiative haben es bisher leider versäumt, einen griffigen Massnahmekatalog bekannt zu geben. Da besteht also noch erheblicher Aufklärungsbedarf. Wir hoffen, wir konnten ein wenig helfen!

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