Im Dienst des Volkes Die beste Armee der Welt ist die, die es nicht braucht. Vom Wirtschaftswachstum zum Wirtschaftskreislauf. Lernen Politiker und Stimmbürger?

Im Dienst des Volkes
Haben wir die falsche Volksvertretung? Denn im Parlament sind nicht gewählte Volksvertreter sondern Lobbyisten und Bürokraten. Sie vertreten egoistische Interessen. Daher sind Abstimmungsergebnisse stehts ein manipuliertes und von Ängsten gesteuertes Resultat. Dazu helfen mit die von der Werbung bezahlten Gratiszeitungen, die keine Presse im demokratischen Sinn sind. Die grösste Bedrohung heutzutage für die Schweiz ist die SVP und Mainstreampolitiker aller Parteien. Dazu braucht es keinen Gripen. “Mainstreampolitiker” sind die Strategen, welche ihre Karriere im Vordergrund sehen. Sie richten sich aus, wo eben gerade der Strom fliesst. Echte Politiker haben ein Wissen und Können und folgen ihrer Überzeugung, auch wenn es sie Stimmen und Amt kostet. Zu den grössten und wichtigsten Anforderungen für die Schweizer Bevölkerung gehört ein demokratiegerechtes Mediensystem. Echte, ehrliche und konkrete Informationen. Hier ist der Bund gefordert und alle echten Politiker.

Schlimm im Dienst des Volkes sind die populistischen Abstimmungskämpfe, finanziert durch undurchsichtige Interessensgemeinschaften. Der Stimmbürger wird nur noch manipuliert. Jede Abstimmung sollte nur Gültigkeit erlangen, wenn mindestens 55% Stimmbeteiligung erreicht wurde. Ansonsten ist das Thema zuwenig wichtig und entspricht nicht einer echten direkten Demokratie.

Die beste Armee der Welt ist die, die es nicht braucht
Das heisst nicht Dienstpflicht abschaffen; im Gegenteil, die Dienstpflicht soll auch für Frauen gelten. Die Armee ist ein wichtiges Instrument für den Bund und zum Zusammenhalt innerhalb der Schweiz. Doch muss sie reduziert und professionalisert werden zur heutig notwendigen Grösse gemäss den heutigen Aufgaben. Die Armee muss so organisiert sein, dass in nützlicher Frist die Grösse aufgebaut werden kann für kurzfristige oder längerfristige grosse Aufgaben. Aufgaben die der Allgemeinheit dienen, auch wenn es die Privatwirtschaft konkurrenziert. Armee neu definiert als Dienstleistungsunternehmen für das Land; nicht mehr nur eine Kampfmaschine.

Vom Wirtschaftswachstum zum Wirtschaftskreislauf
In der Schweiz gibt es viel zu viele “Leerlauf-Stellen” die effektiv keine reale Wertschöpfung erwirken, die lediglich der Verwaltung und Bürokratie dienen. Echtes Unternehmertum mit wirklich produktiver Tätigkeit ist selten geworden. Die Industrialisierung bewirkt, dass immer weniger Menschen mehr produzieren. Der Wirtschaftskreislauf muss so ausgerichtet werden, dass immer mehr Menschen das konsumieren und nutzen können was produziert wird. Das bedingungslose Grundeinkommen sichert ein menschenwürdiges Leben für Alle. Persönliche Steuern könnten auch durch zusätzliche Dienstleistungen und Arbeit abgegolten werden. Viele notwendige öffentliche Aufgaben können so sinnvoll durch Eigenleistungen aus der Bevölkerung gelöst werden. Die Wirtschaft soll produzieren, weltweit verkaufen und so mithelfen den allgemeinen Wohlstand zu verbessern. Die Strategie von Wirtschaftswachstum gilt nur noch für Entwicklungsländer.

Politiker und Stimmbürger sollen von Fehlentscheiden lernen
Über Fehlleistungen der Politik wird in der Öffentlichkeit wenig bis gar nicht diskutiert. Das EWR-Nein als Anfang vom Ende der Swissair und Feldschlösschen sowie vielen anderen grösseren und kleiner Unternehmen. Unmöglich abzuschätzen sind die verpassten Geschäftsmöglichkeiten. Wenn es nach der SVP ginge, wäre die Schweiz längst ein abgeschotteter kleiner Bauernstaat. Mit ein paar wenigen Bauern-, Gewerbe- und Bürgerparteien Bonzen. Der Rest der Bevölkerung lebt in Armut in der ausgegrenzten Schweiz oder flüchtet in die Wirtschaftsräume Europas, Amerikas oder Asien. Bereits heute ist die fünfte Schweiz eine beachtliche Kraft Weltweit.

Im Dienst des Volkes kommen viele Faktoren zusammen. Jeder Stimmbürger ist ein wichtiger Teil vom Volk. Nutzen wir unsere demokratischen Mittel und die Freiheit der Meinungsäusserung. Das sind die Grundpfeiler der direkten Demokratie. Beachten wir auch, dass die Mehrheit nicht immer Recht hat. Dazu braucht es ein fähiges Parlament und Bundesräte. Wir müssen ihnen Vetrauen – schliesslich haben wir sie gewählt.

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