Bundesrat im überwachungswahn

Der Bundesrat möchte es der NSA gleich tun. Jeder ist verdächtig, jeder soll überwacht werden. Ein neuer Versuch soll gewagt werden, unsere Freiheiten einzuschränken und zu zerstören. Hat es gestern nicht geklappt, so versuchen wir es morgen. Bis die Akzeptanz da ist. Vielleicht springt der Frosch ja schon morgen nicht mehr aus dem leicht siedenden Kochtopf?

Präventive überwachung nennen sie es, das Eindringen in Computer ohne Beweislage. Ich nenne es Datendiebstahl und eine Frechheit sondergleichen,
ein hinterhältiger Hackingversuch auf die IT-Infrastruktur eines Bürgers ohne Verdachtsmoment.

Sollte der Bundesrat mit dieser Sache durchkommen, so können wir zu jeder Zeit und in jedem Moment überwacht und gestalkert werden. Das Einholen von Genehmigungen ist ein billiger Trick, um den Bürgern Rechtssicherheit vorgaukeln zu können, wo keine mehr ist.

Wie es wirklich abläuft sehen wir in den USA und der NSA Affäre. Permanente überwachung aller Bürger und jedes Jahr ein paar hundert Gesuche, die man dem Dummmichel vorzeigen kann. Der Bundesrat scheint mittlerweile nicht nur zu Verhandlungen mit der EU bzgl. PFZ zu faul. Nun möchten Sie unsere Daten, ohne diese vorher bei der NSA anfragen zu müssen.

Damit verstärkt man die Zwei-Klassen Struktur in der virtuellen Welt und gibt dem Staat mehr Befugnis, als dem einzelnen überhaupt noch genehm sein könnte. Die Grenze des persönlichen Eigentums wird verletzt, denn IT-Infrastruktur und Daten sind persönliches Eigentum. Dadurch würde Wirtschaftsspionage und Stalking im grossen Stil Tür und Tor geöffnet.

Die Grenzen würden verschwinden, ja, man könnte es auch eine Art Netzkommunismus nennen. Oben thront der grosse Bruder, unangreifbar und allwissend. Unten das dumbe Volk, die Schafe, die nicht wissen, wer grad zurzeit mitschaut und zuhört. Wer sich in der IT auskennt, weiss, dass ich mit dieser Aussage nicht übertreibe.

Es verwundert daher nicht : Wer die Nationalgrenzen abschaffen will, wird das Aushebeln der Grenzen auch in der digitalen Welt durchsetzen wollen.

Wer sich unter ständiger Beobachtung wähnt, wird sich anders verhalten, als wenn er frei und unbeobachtet ist. Dies führt zu einer Art kollektivem "Netzkomplex". Kritiker an der aktuellen Regierung dürften sich zukünftig gut überlegen, inwieweit sie noch Kritik an Misstände äussern dürfen und welche Initiativen sie unterstützen wollen. Die Regierung wüsste zu jederzeit, wer sich für eine Initiative einsetzt, die zb. den aktuell herrschenden Bundesräten schadet (Masseneinwanderungsinitiative). Man probiert es jetzt einfach durch die Hintertür.

Ein metaphorisches Beispiel hierzu wäre der Lehrling, der die Servietten auf dem Tisch anordnet, obwohl es gar nichts anzuordnen gibt. Denn er weiss, der Chef schaut zu. Man möchte es dem Chef ja recht machen, nicht wahr?

Die Bundesräte scheinen von China gut gelernt zu haben, nun soll die Totalüberwachung auch in der Schweiz vorangetrieben werden.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Telefone-sollen-praeventiv-abgehoert-werden-10095470

Auch im Internet gilt die Unschuldsvermutung!

Es gibt nur einen einzigen Weg, ein solches Verhalten abzustrafen : Bei den nächsten Wahlen!

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