Machbarer Mindestlohn

Die Lohnfrage spielt in der Schweiz momentan eine zentrale Rolle. Durch diverse Diskussionen rund um die 1:12 Initiative, die 2013 klar abgelehnt wurde, zeigte sich, dass viele nicht zu frieden sind mit der aktuellen Lage sind. Jedoch war einer Mehrheit davon die 1:12-Initiative doch wieder zu viel. Auch wurde von vielen Seiten bezweifelt, ob die Schlechtverdienenden von dieser Initiative profitieren würden.
Schon bald stimmt die Schweiz wieder über den Lohn ab, doch diesmal geht es direkt um den Mindestlohn. Doch, ist dieser in dieser Höhe überhaupt machbar?

Die Mindestlohn-Initiative verlangt einen Stundenlohn von mindestens 22.- Franken, was 4000.- Franken im Monat entsprechen würden. Ausnahmen gibt es dabei bei lernenden und speziellen Anstellungverhältnissen. Die Frage, die wohl über die Annahme bzw. Ablehnung dieser Initiative entscheidet, ist die Machbarkeit. Die Schweiz ist ein Wohlhabendes Land. Dieser Erfolg ist zu einem grossen Teil den ArbeiterInnen zu verdanken. Trotzdem sind die Arbeitnehmenden die, die am wenigsten davon profitieren. Während der Lohn der Arbeitgeber tendenziell steigt, sinkt der, der Arbeitnehmer. Da muss eingeschritten werden denn es darf nicht ohne weiteres akzeptiert werden, dass weiterhin ca. 330‘000 Personen für einen Lohn unter 4000.- Franken arbeiten müssen.
Ein Mindestlohn würde die Kaufkraft dieser Personen stärken, und durch die gestärkte Kaufkraft würden auch die diverse Unternehmen gewinne erzielen, mit denen sie den „Verlust“ der gerechten Löhne ausgleichen könnten.
In einem Wohlhabenden Land muss der Wohlstand auch gerecht verteilt sein und mit dieser Initiative könnte man einen Schritt in die richtige Richtung tun.
Ein Mindestlohn würde für geldgierige Manager auch die Möglichkeit verkleinern, sich auf kosten der schlecht verdienenden zu bereichern.

Es gilt allgemein das Vorurteil, dass vor allem junge, und/oder ungelernte von niedrigen Löhnen betroffen sind doch in Wahrheit sind mehr als 3/4 der betroffenen älter als 25 und rund 1/3 hat einen Lehrabschluss. Leute die von niedrigen Löhnen betroffen sind, können oft nichts dafür.
Wir können dem mit der Abstimmung über die Mindestlohn-Initiative, am 18. Mai, zumindest einen Teil weit, ein Ende setzen und deshalb empfehle ich ihnen ein JA in die Urne zu legen.

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