Nein zur Abschaffung der Kirchensteuer

Die Initiative fordert eine Änderung der Zürcher Verfassung, welche die juristischen Personen des Kantons Zürich automatisch von den Kirchensteuern befreien soll. Die Jungfreisinnigen möchten damit die Zürcher Unternehmen steuerlich entlasten.

Die steuerliche Belastung für juristische Personen ist jedoch marginal und wird hauptsächlich auf dem Unternehmensgewinn erhoben. Und so schlecht sind Zürcher Unternehmen im Steuerwettbewerb nicht gestellt, wenn man einen internationalen Vergleich mit dem Westeuropäischen Umfeld anstellt. Die Kosten können also nicht ausschlaggebend sein, die Kirchensteuern abschaffen zu wollen.

Weiterhin empfinden es die Initianten als ungerecht, dass juristische Personen sich nicht von den Kirchensteuern befreien lassen können, obwohl sie als Rechtspersönlichkeit weder religiös noch Mitglied einer Kirchgemeinde sein können. Aber was heisst denn hier schon gerecht? Sollen juristische Personen keine soziale Verantwortung übernehmen? Haben sie nicht auch mitzuverantworten, dass Angebote wie z. Bp. Beratungen für Arbeitslose, Migranten oder Sozial Schwache überhaupt nötig sind?

Die betroffenen Steuereinnahmen dürfen nicht für kultische Zwecke verwendet werden, sondern finanzieren Angebote von gesamtgesellschaftlichem Nutzen wie Spitalseelsorge, Weiterbildungen, Freizeitangebote und vieles mehr.

Und was auch nicht vergessen werden darf, mit den rund 100 Millionen werden wichtige Renovationen und Instandhaltung Jahrhunderte alter Kulturdenkmäler und Kirchgebäude finanziert. Viele Klein- und Mittelunternehmen würden so wichtige Aufträge verlieren oder für die Kosten im Bereich Liegenschaften müssten einmal mehr die natürlichen Personen gerade stehen.

Eine Abschaffung der Kirchensteuern für juristische Personen gilt es darum zu verhindern.

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