Die Frage der Verantwortung: Nein zum Angriff auf die Fristenregelung, nein zur Abtreibungsinitiative.

Damit es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt, braucht es bekanntlich eine Frau und einen Mann. Dies findet seinen Ausdruck auch darin, dass Schwangerschaftsabbrüche von Männern und Frauen gemeinsam über die obligatorische Grundversicherung finanziert werden. Die Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“, über die wir am 9. Februar 2014 abstimmen, will nun jedoch den Schwangerschaftsabbruch als Pflichtleistung der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkassen streichen. Die Männer werden aus der finanziellen Mitverantwortung entlassen und die Frauen sollen diese allein und dazu privat tragen. Dies ist nicht nur ein Schlag gegen Frauen in prekären finanziellen Verhältnissen, sondern eine Diskriminierung aller Frauen, die durch eine ungewollte Schwangerschaft in eine persönliche Notsituation geraten. Die Fristenregelung des Schwangerschaftsabbruchs, die das Stimmvolk 2002 mit 72 Prozent angenommen hat, will diesen Frauen einen freien, persönlichen Entscheid ermöglichen. Dieser Entscheid soll nicht durch finanziellen Druck beeinflusst werden. Dazu braucht es die Finanzierung des Schwangerschaftsabbruchs durch die Grundversicherung, die solidarisch durch Frauen UND Männer finanziert wird. Ein NEIN zur Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ ermöglicht, dass die bisherige bewährte und diskriminierungsfreie Regelung beibehalten werden kann.

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