1+1+1+1=10

Wenn die Universität, das Universitätsspital, das Stadtspital Waid und die Pflegezentren in der Stadt Zürich sich zusammen tun, dann geht die Rechnung auf. Sowohl die Rechnung im Titel, als auch die Rechnung für eine hohe Qualität und Kosteneffizienz in der Geriatrie. Wenn diese vier alle am gleichen Strick ziehen, dann entsteht tatsächlich mehr als 1+1+1+1, dann entsteht die Bestnote 10 für gute Betreuung von Patientinnen und Patienten und Angebote, die sich geschickt ergänzen.

Am Freitag, 31. Januar wurde das «Geriatrienetz Zürich» gegründet. Es stärkt die geriatrische Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten, was angesichts des drohenden Fachkräftemangels in diesem Gebiet dringend nötig ist. Auch wenn wir in der Stadt Zürich in den kommenden Jahren eben gerade nicht von einem Anstieg der älteren Bevölkerungsschichten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung betroffen sein werden; so bleibt dennoch die Tatsache, dass wir alle immer älter werden; und damit kommt der Geriatrie eine wichtige Schlüsselrolle im Gesundheitswesen zu.

Die Geriatrie gehört zu den Disziplinen mit dem umfassendsten Menschenverständnis: Der Mensch wird als Ganzes betrachtet. Ein Ganzes das eben auch mehr ist, als nur die mathematische Summe seiner Organe. Und gerade das macht für mich die Geriatrie so interessant und wichtig. Es freut mich immer wieder miterleben zu dürfen, dass die Ärztinnen und Ärzte in der Stadt Zürich ein grosses Herz für ihre Patientinnen und Patienten haben. Dass sie diese umfassend als Menschen wahrnehmen und ernst nehmen.

Das bereits bestehende Zentrum Alter und Mobilität (ZAM), leitet die grösste europäische Studie zum Thema «gesund älter werden» (DO-HEALTH-Studie). Das ZAM wird durch diesen Vertrag weitergeführt und mit Sitz am Stadtspital Waid unter der Leitung von Prof. Heike Bischoff-Ferrari ausgebaut. Zudem sieht die Vereinbarung vor, dass das Stadtspital Waid dem Universitätsspital Bettenkapazitäten zur Verfügung stellt. So können betagte Patientinnen und Patienten nach einer Operation im Universitätsspital in eine Umgebung verlegt werden, die ganz darauf ausgerichtet ist, alte Menschen mit häufig mehrfachen Erkrankungen weiter zu behandeln und zu pflegen. Diese enge Kooperation trägt zu einer bedarfsgerechten und zukunftsorientierten geriatrischen Versorgung in Stadt und Kanton Zürich bei. Alle vier Institutionen beteiligen sich künftig an der Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten

Damit liegt das «Geriatrienetz Zürich» ganz auf der Linie der Altersstrategie, mit der sich die Stadt Zürich zu einer Altersmedizin auf hohem Niveau verpflichtet. Das Geriatrienetz fügt sich nahtlos in die Gesundheitsversorgungskette der Stadt Zürich in der die verschiedenen Angebote aufeinander abgestimmt sind und sich ergänzen. Die Gesundheitsversorgungskette bietet eine gute medizinische Betreuung für alle – unabhängig von der Dicke des Portemonnaies. Wir hoffen, dass dies nicht das letzte medizinische Netzwerk am Gesundheitsstandort Zürich bleibt, damit auch in weiteren Bereichen künftig 1+1+1+1 wesentlich mehr als 4 gibt.

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