Immer neue Zuwanderer statt arbeitslose Fachkräfte anstellen?

Die Gegner der Volksinitiative „gegen Masseneinwanderung" operieren gerne mit der Behauptung, es brauche die Zuwanderung im aktuellen Ausmass, weil es in der Schweiz keine entsprechenden Fachkräfte gäbe. Die Realität ist eine Andere - und sie schockiert. Gerade jene Branchen, in denen mit der Personenfreizügigkeit die meisten Arbeitskräfte aus dem Ausland geholt werden, weisen in der Schweiz die höchste Zahl der Arbeitslosen aus. Das ist ein volkswirtschaftlicher Unsinn und Ausdruck einer gesellschaftlich und sozial verantwortungslosen Politik. Genau diese Masslosigkeit wird durch die Volksinitiative „gegen Masseneinwanderung" korrigiert.

Ein Vergleich der Einwanderung nach Berufsgruppen aus der EU mit den Arbeitslosenzahlen (Schweizer und bereits anwesende Ausländer) gibt zu denken:

http://www.svp.ch/images/database/$svp/2014/all/Arbeitlosed.jpg

Die Statistik zeigt, dass es für jede Stelle, die mit einem Zuwanderer aus der EU besetzt wurde, zwei Arbeitslose aus der gleichen Branche gegeben hätte. Selbst in den Ingenieurberufen, bei welchen der Arbeitgeberverband am meisten Mangel an inländischem Personal beklagt, sind derzeit 1‘920 Personen arbeitslos. In der Informatik sind es gar 3‘234. Der Zuwanderung von „hoch Qualifizierten" steht in der Schweiz also eine Arbeitslosigkeit von „hoch Qualifizierten" gegenüber.

Diese Fakten zeigen die Absurdität der aktuellen Zuwanderungspolitik. Es besteht offenbar keinerlei Druck, die Bedürfnisse auf dem inländischen Arbeitsmarkt zu decken. Offenbar holt man lieber günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland oder ausländische Chefs ziehen ihre Landsleute nach. Das Nachsehen haben Schweizer und bereits seit längerem in der Schweiz lebende Ausländer, welche keine Stelle finden, obwohl sie teilweise bestens qualifiziert wären. Selbst bei der öffentlichen Hand zeigt sich dieses Bild, nicht nur im Gesundheitswesen, sondern beispielsweise auch im Bildungs- und Erziehungsbereich, in den 2‘500 Personen aus der EU zugewandert und gleichzeitig über 4‘000 als Arbeitslose registriert sind. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen per Ende 2013 lag übrigens bei 149‘437 (2001, also im Jahr vor der schrittweisen Einführung der Personenfreizügigkeit, waren es 67‘000 Arbeitslose, also in etwa die Hälfte). Dies entspricht ziemlich genau der Brutto-Zahl der Zuwanderer im vergangenen Jahr. Bedenklich ist, dass sich Behörden und Verbände nie zu diesen unbequemen Tatsachen äussern mussten und diese Situation selber natürlich tunlichst verschweigen oder schönreden.

Diese verantwortungslose Politik, welche letztlich auch einen Betrug an unseren Sozialwerken darstellt, ist mit einer Steuerung der Zuwanderung und mit einem Vorrang der bereits anwesenden Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt zu korrigieren. Die Volksinitiative „gegen Masseneinwanderung" bringt beides.

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