Abtreibung ist Privatsache!

An der Delegiertenversammlung der EDU plädierte ich noch für eine Enthaltung. Nach dem Aktenstudium setze ich mich nun entschieden für ein JA ein.
Mit der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs bis zur 12. Schwangerschaftswoche wurde im KVG die Finanzierung der Abtreibung in Artikel 30 in die obligatorische Grundversicherung hinein gewurstelt. Dies bewirkt eine fragwürdige Zwangssolidarität für alle Versicherten, die Tötung von Ungeborenen mit zu finanzieren.
Gleichzeitig ist dies ein Widerspruch zur Grundkonzeption der Art. 1 Leistungen bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft finanzieren soll. Grundsätzlich soll die Krankenversicherung menschliches Leben schützen, heilen, bewahren, nicht töten! Lauthals wird von Abtreibungsbefürwortern/-innen behauptet, die Initianten
wollten die Abtreibung wieder verbieten.
Ein Ja zur Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privat- sache“ hebt nur die Deckung der Kosten der Abtreibung durch die obligatorische Grundversicherung auf. Die Fristenlösung bleibt bestehen. Die Eingriffe müssten künftig durch die betreffenden Frauen, resp. Paare übernommen werden.
Es ist nur logisch und gehört zur Konsequenz der Behauptung, der Entscheid über Abtreibung sei einzig und allein der Selbstverantwortung der Frau zu überlassen, dass dazu untrennbar auch die selbstverantwortliche Uebernahme der Kosten gehört. Laut Bundesrat werden in der Grundversicherung je nach Berechnung nur ca. zwischen 8 – 20 Mio Franken eingespart.
Die Kosten der psychiatrisch-seelsorgerlichen Nachbetreuung von Frauen nach der Abtreibung sind da nicht eingerechnet. Natürlich kann mit dieser Einsparung kaum eine Prämienreduktion weiter gegeben werden. Aber für den Zweck der Tötung von Ungeborenen sind 8 oder 20 Mio Franken eben noch immer 8 – 20 Mio Franken zuviel. Die nachhaltigen Auswirkungen auf die betroffenen Frauen und die fehlenden abgetriebenen Generationen werden weit teurer zu stehen kommen. Darum am 9. Febr. 2014: Ja zur Volksinitiative Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache!

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