Integrale Überlegungen zur Abtreibungsfinanzierung: ein Gewissensentscheid!

Was die Initiative will: Die Initiative will, dass der Schwangerschaftsabbruch nicht mehr von der obligatorischen Krankenversicherung finanziert wird. Das Gleiche soll auch für Mehrlingsreduktionen gelten, das heisst für die Entfernung eines oder mehrerer Embryonen im Falle einer Mehrlingsschwangerschaft. Ausnahmen sollen möglich sein, jedoch nur in seltenen Fällen und nur bezüglich der Situation der Frau.

Das integrale Zukunftsbild: In einer integralen Gesellschaft solidarisieren sich die Menschen für das Leben. Jedes neue Leben ist für die Gemeinschaft ein Geschenk. Die Lebensgemeinschaften heissen jede Schwangerschaft willkommen ohne den Frauen die Freiheit und Verantwortung zu nehmen, selbst über ihren Körper zu entscheiden.

Abstimmungsempfehlung der Gruppe Pol. Ausschuss: Stimmfreigabe

Begründung: Sowohl ein JA als auch ein NEIN führen einen kleinen Schritt näher zu unserer integralen Vision. Ein NEIN hilft den notleidenden Frauen eine Entscheidung zu treffen, der sowieso schon sehr schwierig ist, ein JA drückt klar die Unterstützung für das keimende Leben aus.

Vorschlag der Gruppe Pol. Ausschuss: Neben der sexuellen Aufklärung, die auf dem obligatorischen Bildungsweg schon heute vorgenommen wird, sollte den Kindern vorge- lebt werden, dass ein neues Leben, die Geburt eines Bébés kein Problem, sondern ein Fest des Lebens ist.

Andere Perspektive aus dem Vorstand: Abtreibung ist eine schwerwiegende Entscheidung aus einer grossen Not heraus. Es geht in der Initiative nicht um das Recht, sondern um die Finanzierung für die Abtreibung. Privilegierte Frauen werden sich die Abtreibung immer leisten können, aber für die unterprivilegierten Mädchen und Frauen bedeutet ein Ja zu dieser Initiative Unsolidarität und Gefahr durch unsorgfältigere, billigere Handhabung durch unqualifizierte Personen. Deshalb Abstimmungsempfehlung: Nein

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